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Aufgrund einiger Personalsorgen von Trainer Hannes Wolf dürfte beim VfB erstmal besonders viel davon abhängen, ob Simon Terodde trifft. Foto: Baumann
Aufgrund einiger Personalsorgen von Trainer Hannes Wolf dürfte beim VfB erstmal besonders viel davon abhängen, ob Simon Terodde trifft. Foto: Baumann
11.08.2017

Knifflige erste Bewährungsprobe für den VfB Stuttgart

Stuttgart. Hannes Wolf ist heiß auf den Saisonstart. „Es ist gut, dass es wieder abgeht“, sagte der Trainer des Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart vor dem DFB-Pokalspiel beim Regionalligisten FC Energie Cottbus am morgigen Sonntag (18.30 Uhr/Sky). Allerdings läuft noch nicht alles rund. Wolf hat Verletzungssorgen und der Kader ist noch nicht so aufgestellt, wie er es sich wünscht. Außerdem wirkt die Entlassung von Sportvorstand Jan Schindelmeiser nach.

Der 36-jährige Fußballlehrer bezeichnete Schindelmeisers Rausschmiss und die Verpflichtung von Nachfolger Michael Reschke gestern als „krasse Entwicklung“. Für ihn sei es „aus persönlicher Sicht schwierig. Aber ich respektiere und akzeptiere diese Entscheidung und werde weiter alles geben, damit das hier gut wird“. Es war Schindelmeiser, der Wolf nach Stuttgart geholt hatte.

Mit dessen Nachfolger Reschke hat sich Wolf schon ausgetauscht. „Auch in die neue Konstellation werden wir uns voll reinstürzen und werden alles geben. Wir versuchen der Verantwortung, die wir haben, gerecht zu werden“, sagte er.

Die Pokal-Aufgabe stuft der Stuttgarter Coach als knifflig ein. „Das wird schwer. Wir nehmen das Spiel zutiefst ernst. Cottbus wird uns alles abverlangen.“ Er erwartet nicht etwa einen destruktiven Gegner, der sich „hinten reinstellt und ein bisschen kontert“. Der ehemalige Bundesligist verfüge durchaus über spielerische Qualitäten.

Ob morgen Mitch Langerak oder der ehemalige Nationalkeeper Ron-Robert Zieler im VfB-Tor steht, wollte der Trainer noch nicht verraten: „Das ist ein sehr harter Wettkampf auf sehr hohem Niveau, weil beide um diese Nummer eins kämpfen.“ Wer in Cottbus zwischen den Pfosten steht, ist vorerst die Nummer eins.

Einen Startelfeinsatz von Neuzugang Dennis Aogo schloss Wolf trotz der Verletzungen der beiden anderen Linksverteidiger Emiliano Insua und Ailton aus. „Er hat top Fitnesswerte. Aber ihn nach vier Einheiten mit der Mannschaft von Anfang an spielen zu lassen, das machen wir nicht“, sagte der Trainer, der zudem auf den gesperrten Holger Badstuber und wohl auf die angeschlagenen Daniel Ginczek (Adduktorenprobleme) und auf Mittelfeldspieler Anto Grgic (Schlag aufs Sprunggelenk) verzichten muss. Bei Insua musste ein Muskel genäht werden, der Argentinier fällt schätzungsweise mindestens zehn Wochen aus.