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Winterpause ade heißt es für die ersten lokalen Fußball-Teams: Der FC Viktoria Enzberg (am Ball Jan-Manuel Hanselmann) steht bisher weit unten, die Spielvereinigung Zaisersweiher (grüne Hemden) deutlich schlechter, als erwartet. Foto: PZ-Archiv
Winterpause ade heißt es für die ersten lokalen Fußball-Teams: Der FC Viktoria Enzberg (am Ball Jan-Manuel Hanselmann) steht bisher weit unten, die Spielvereinigung Zaisersweiher (grüne Hemden) deutlich schlechter, als erwartet. Foto: PZ-Archiv
23.02.2018

Knittlingen, Maulbronn und Phönix haben Chancen, aufzusteigen – Iptingen oder Enzberg stehen unten

Mühlacker. „Ich glaub, es geht schon wieder los“, werden sich einige Fußballer in Mühlacker und Umgebung sagen. Denn bevor ab März dann wieder regulär gespielt wird, stehen für einige Nachholspiele an.

„Jetzt wirds Zeit“, sagt Jürgen Widmann. Der Trainer der Spielvereinigung Zaisersweiher berichtet, dass die Vorbereitung seit Ende Januar läuft, aber nur ein Testspiel (3:0 gegen den FV Bauerbach) über die Bühne gehen konnte. „Wir müssen Vollgas geben und gewaltig aufpassen“, erklärt Widmann vor der Partie gegen das Schlusslicht SK Hagenschieß am Sonntag um 14.30 Uhr.

Diese Ansage ist ungewöhnlich, weil Zaisersweiher (21 Punkte/Platz 8) vom Tabellenende der Kreisklasse A1 Pforzheim weit entfernt ist und auch von der Spitze. Doch „im Niemandsland“ zu stehen behagt Widmann nicht. Er gibt sich zwar keinen Illusionen hin, hofft auf eine gewaltige Verbesserung, die immerhin noch Platz vier bringen könnte.

Von den lokalen Teams in der A1 könnte es für den FV Knittlingen (31 Punkte/Platz 5) noch ganz nach vorne gehen, Der FVK sollte das erste Punktspiel 2018 bei der Fußballvereinigung 08 Mühlacker bestreiten. Das Derby wurde jedoch abgeblasen.

FC Viktoria mit neuem Trainer

Schlecht läuft es für den FV Göbrichen (13) und seinen Gast. Bei Viktoria Enzberg (11) steht das erste Spiel unter Trainer Bend Common (kam für Andre Uhlig) an.

In der Kreisklasse ist die SG Ölbronn-Dürrn, die erst fünf Punkte hat, kaum noch zu retten. Gegen den Fünften, GU-Türkischer SV Pforzheim (26) zu gewinnen, das ist fast eine Herkulesaufgabe.

SV Iptingen gegen TSV Kleinglattbach am Sonntag um 15 Uhr , das klingt nach einem offenen Spiel. Doch wer sich nach über zwei Monaten Pause die Tabelle vergegenwärtigt, sieht, dass das Team aus dem Vaihinger Stadtteil vorne mitmischt, der SVI dagegen erneut im Abstiegskampf steckt. Mit 29 Punkten aus 14 Spielen liegt Kleinglattbach als Dritter direkt vor dem SV Illingen (27) und dem ehrgeizigen Bezirksliga-Absteiger TSV Phönix Lomersheim (26). Phönix hat ein Spiel weniger, Illingen stand dagegen bisher einmal mehr auf dem Platz. Während die Illinger noch frei haben, geht es für Phönix zum Vorletzten TSV Nussdorf. Iptingen hat 15 Punkte – und erstmal ein schweres Programm. Andre Remmele (2. Vorsitzender) weist daraufhin, dass nach dem Kleinglattbach-Spiel der Vergleich mit dem fast nicht zu schlagenden SV Riet (39 von 42 möglichen Punkten) ansteht. „Wir müssen aber mal schauen, wie die nächsten zwei, drei Wochen das Wetter wird: Es soll ja kälter werden.“ Ebenso ist Widmann in Zaisersweiher wegen dieses Faktors vorsichtig.

Spielausfälle sind nicht unbedingt von Vorteil. Im Fall der Iptinger könnten sie aber bedeuten, dass man nicht mehr ohne Matthias Knapp antreten muss: Er soll nach einem Auslandsaufenthalt in Kürze wieder zur Verfügung stehen.

„Die Mannschaft ist seit ein paar Wochen im Training und von der Fitness her in guter Verfassung, denke ich“, sagt Remmele. Ansonsten zeigt er Sinn für das Machbare: Iptingen wolle sich noch um ein, zwei Plätze verbessern. Mehr als ein Sprung von Position zwölf auf zehn dürfte auch kaum möglich sein.

Topspiel in der Klosterstadt

In der Kreisklasse B1 Pforzheim gibt es zwei Direktaufsteiger: In der Hinsicht steht der TSV Maulbronn (24 Punkte/Platz 4) vor einem wichtigen Spiel. Gegen TuS Bilfingen II ist aber schwerlich etwas zu holen, denn der Tabellenführer hat seine bisherigen zwölf Spiele gewonnen.

In „Ich glaub, es geht schon wieder los“, einem Schlager von Roland Kaiser, folgt als nächste Textzeile übrigens: „Das darf doch wohl nicht wahr sein.“ Das sollten die Clubs, bei die künftige Ligazugehörigkeit noch offen ist, nach der Winterpause nicht gleich sagen müssen.

Obwohl Zaisersweiher-Coach Jürgen Widmann sehr ehrgeizig ist, hat er einem Spieler Hilfestellung gegeben, der daran dachte, die Spielvereinigung Zaisersweiher zu verlassen. Der Trainer empfahl Hüseyin Kücuk für ein Probetraining beim TuS Bilfingen – und zu dem Verbandsligisten ist der 22-jährige, der auf der linken Außenbahn zum Einsatz kommt, nun gewechselt. Da Kücük mit dem SV Sandhausen in der A-Jugend-Bundesliga gespielt hatte, seien seine Ambitionen verständlich. Falls er es in Bilfingen jedoch nicht in die erste Mannschaft schaffe, spräche wohl auch nichts gegen eine Rückkehr zum A-Ligisten Zaisersweiher, meint Widmann. Der Trainer ist ja selbst zum zweiten Mal in Zaisersweiher. Ob die Zusammenarbeit fortgesetzt wird, werde demnächst ausgelotet, sagt er noch. Anfragen anderer Vereine habe er nicht.