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Mit ruhiger Hand überzeugte der Königsbacher Schütze Bernd Fränkle bei der Junioren-Europameisterschaft. Foto: PZ-Archiv/Faulhaber
Mit ruhiger Hand überzeugte der Königsbacher Schütze Bernd Fränkle bei der Junioren-Europameisterschaft. Foto: PZ-Archiv/Faulhaber
03.08.2015

Königsbacher Bernd Fränkle mit EM-Silber dekoriert

Bernd Fränkle vom KKS Königsbach hat gleich bei seiner ersten Teilnahme an Europameisterschaften für eine faustdicke Überraschung gesorgt: Im Liegendkampf der Junioren mit dem Kleinkalibergewehr gewann der 20-Jährige im slowenischen Maribor auf Anhieb den Vizemeistertitel.

„Ich habe damit nicht gerechnet. Ich hatte mich zwar gut für die Europameisterschaften vorbereitet und auch auf das Finale hingearbeitet, aber es war dann doch eine tolle Überraschung“, so der Silbermedaillengewinner. Der Königsbacher Student, der in diesem Jahr nicht der Nationalmannschaft angehörte und sich nach der Meldung durch das Landesleistungszentrums Pforzheim bei den EM-Ausscheidungen souverän durchsetzte, ließ sich auch von Wetterkapriolen in Maribor nicht aus der Ruhe bringen und brachte – wie Helmut Hoffmann, Cheftrainer im Landesleistungszentrum Pforzheim und Bundesassistenztrainer für Junioren – formulierte, „zügig, mutig und entschlossen in kurzen Schießzeiten“ seine Leistung auf die Scheibe.

Mit 618,6 Ringen hatte das KKS-Eigengewächs in der Qualifikation Platz fünf erreicht und damit die Eintrittskarte ins Finale der besten acht Schützen gelöst. Dort ging es im Ausscheidungsmodus wieder bei null los. Insgesamt 20 Schuss mit jeweils nur 30 Sekunden Zeit sind im Finale vorgegeben, wobei bereits nach acht Schuss der schlechteste der Finalteilnehmer ausscheidet. Dann geht’s in kürzeren Abständen so weiter, bis nur noch zwei Schützen übrig sind.

„Bernd blieb dank eines hervorragenden Finalkampfes mit 19 Zehnern und nur einer 9,8 bis zum Schluss im Rennen und musste sich mit 207,2 Ringen nur dem rumänischen Goldmedaillengewinner Dragomir Iordache geschlagen geben. Dieser erzielte mit 209,1 Ringen einen neuen Finalweltrekord“, so Hoffmann. Er war vor Ort dabei und ist natürlich begeistert von seinem Schützling, der sein letztes Jahr im Juniorenbereich hervorragend genutzt hat. Natürlich sei der Gedanke in Richtung Medaille da gewesen, dennoch „war es überraschend“, so der Trainer, „lag aber absolut im Rahmen seiner Möglichkeiten.“ Auch KKS-Oberschützenmeister Thorsten Weimann und Bundesliga-Trainer Jens Müller sind von ihrem Talent begeistert.

Gute Nachrichten kommen zudem von weiteren KKS-Bundesliagaschützen. Vor Bernds Erfolg hatte bereits Beate Gauß im Team den Europameistertitel im KK-Liegendkampf gewonnen und im Einzel mit 617,5 Ringen Platz acht belegt, wobei sie bis drei Schuss vor Ende noch auf Bronzekurs lag. Bei den Damen ist diese Disziplin allerdings nicht – wie bei den Herren – olympisch.

Außerdem gewann der Franzose Valerian Sauveplan, seit vielen Jahren Nummer eins der Königsbacher Bundesliga-Mannschaft, bei den Europaspielen in Baku souverän Gold im Kleinkaliber-Dreistellungskampf.