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André Link führte das KKS-Team auch zum Saisonabschluss erfolgreich an und blieb in der Fuggerhalle in Weißenhorn bei Ausrichter SV Pfeil Vöhringen ohne Niederlage.  Foto: Faulhaber 

Königsbacher Luftgewehrschützen verpassen Bundesliga-Finale nur knapp

Königsbach/Weißenhorn. Spannender hätten die letzten regulären Wettkämpfe der Saison in der 1. Bundesliga Süd für die Königsbacher Luftgewehrschützen nicht ablaufen können. Mit einer äußerst knappen 2:3-Niederlage gegen Tabellenschlusslicht SV Buch und einem ähnlich engen 3:2-Sieg gegen die SSG Dynamit-Fürth musste das Team um André Link in seiner sechsten Saison im Oberhaus die Ambitionen auf eine vierte Teilnahme am Bundesligafinale der jeweils vier besten Mannschaften aus den Ligen Süd und Nord begraben.

Es traf Jens Müller und seine Schützlinge nicht unerwartet, dass sich Buch quasi mit dem „Messer zwischen den Zähnen“ gegen seinen – inzwischen besiegelten – Abstieg wehren würde. Dennoch war ein KKS-Sieg eingeplant. Zu Beginn gestaltete sich das Duell auch relativ ausgeglichen und die KKS-Schützen hatten durchweg ordentliche Ergebnisse vorzuweisen. Bernd Fränkle (389) agierte deutlich verbessert als bisher auf Position fünf, indes seine Gegnerin Marianne Hahn (390) ging an ihr Leistungslimit und holte den Punkt. Stefan Duss (Position vier) fuhr dann mit einem konsequent geschossenen Wettkampf den ersten Punkt für den KKS ein. Christian Brenneisen (drei) lieferte mit 395 Ringen ein gutes Ergebnis gegen Tobias Bäuerle (396). „Christian hat vieles richtig gemacht,“ so der Coach, „mit 395 zu verlieren ist keine Schande.“

Bulgare nicht in Form

Der Bulgare Anton Rizov fand indes zu keinem Moment des Duells zu seiner Form. Er verlor mit indiskutablen 388 Ringen gegen Jana Knaier (389). André Link (eins) kämpfte sich mit 394 Ringen regelrecht ins Stechen, das er gegen Petra Lustenberger souverän entschied. „Diese Niederlage tat verdammt weh“, gestand Coach Müller nach dem ersten Tag, „denn zeitgleich hatte auch München als direkter Finalkonkurrent verloren und wir hätten uns mit einem Sieg nochmal positionieren können.“

Die Chance auf eine Finalteilnahme war also nur noch eine theoretische. Dann aber zeigte sich die Moral der Mannschaft. Der Gedanke, nun locker den nächsten Tag mitzunehmen war rasch verworfen. Ein Sieg gegen Dynamit Fürth sollte her. Aus taktischen Gründen kam Jacqueline Spalluto an Position vier ins Team, Fürth trat in Bestbesetzung an. Von Beginn an lagen die Königsbacher in knapper Führung. Fränkle (387) an Position fünf hatte freilich einen schweren Stand gegen den österreichischen Nationalkaderschützen Georg Zott (398). Spalluto (391) spielte ihre Erfahrung aus und kam gegen Maximilian Wolf (386) zum Sieg. Brenneisen (393) lieferte einen ordentlichen Wettkampf, doch zwei kleine Fehler zum Schluss führten gegen Pascal Walter (394) zum Punktverlust.

Königsbachs Nummer eins, André Link (397), glänzte gegen die DSB-Kaderschützin und siebenfache Weltmeisterin Sonja Pfeilschifter (393) und kam ungefährdet zum Sieg. Rizov (394) dagegen mühte sich gegen Silvia Rachl in ein äußerst hart umkämpftes Stechen, das er mit dem ersten Stechschuss für sich und sein Team entschied. „Nach all den Schwierigkeiten, die diese Saison für uns bereit hielt, gehen wir erhobenen Hauptes aus der Saison. Das Team bleibt zusammen“, stellte Jens Müller am Ende zufrieden fest.