nach oben
Die neue Hildasporthalle wird jetzt gemeinsam von der SG Pforzheim-Eutingen und der TGS Pforzheim genutzt. Darauf einigten sich (von links) der TGS-Vorsitzende Wolfgang Taafel, der stellvertretende Sportkreisvorsitzende Fred Theurer, der SG-Vorsitzende Jörg Lupus und Sportbürgermeisterin Monika Müller.
Die neue Hildasporthalle wird jetzt gemeinsam von der SG Pforzheim-Eutingen und der TGS Pforzheim genutzt. Darauf einigten sich (von links) der TGS-Vorsitzende Wolfgang Taafel, der stellvertretende Sportkreisvorsitzende Fred Theurer, der SG-Vorsitzende Jörg Lupus und Sportbürgermeisterin Monika Müller. © Ketterl
03.07.2014

Kompromiss gefunden: SG und TGS gemeinsam in Hildahalle

Pforzheim. Auf einen gemeinsamen Vorschlag zur künftigen Nutzung der Hilda-Sporthalle haben sich am Mittwoch die Vorsitzenden der SG Pforzheim-Eutingen und der TGS Pforzheim 1895 verständigt. Dadurch soll es künftig möglich sein, dass beide Vereine die Halle für ihre Spiele, aber auch für das Handballtraining nutzen können und somit der hochklassige Handballsport in Pforzheim regelmäßig spannende Spiele in der Hilda-Sporthalle bieten wird.

Der gemeinsame Vorschlag ist unter Mitwirkung mehrerer Vorstandsvertreter der beteiligten Vereine sowie Vertretern des Sportkreisvorstandes und der Hallenkommission zustande gekommen. „Über die einvernehmliche Erklärung von SG und TGS freue ich mich sehr“, erklärt Sportbürgermeisterin Monika Müller, „denn beide Mannschaften bieten hervorragende Spiele sorgen für steigende Zuschauerzahlen, engagieren sich stark im Jugendbereich und garantieren, dass Handball in Pforzheim eine der herausragenden Sportarten ist“. Sofern der Gemeinderat dem Konzept folge könnten ab Fertigstellung der Halle dann neben der Schule selbst beide Vereine die Halle nutzen.

Die beiden Vorsitzenden der Vereine, Jörg Lupus und Wolfgang Taafel, sind überzeugt, dass mit diesem einvernehmlichen Lösungsvorschlag „das hohe sportliche und soziale Engagement, einhergehend mit großen sportlichen Leistungen und Erfolgen beider Vereine, auch in Zukunft fortgesetzt werden kann“. Den Vertretern von Sportkreis und Handballkommission war es zudem wichtig, „dass auch die anderen Vereine profitieren, wir begrüßen es daher, dass dann künftig die HSG wieder in ihre angestammte Fritz-Erler-Sporthalle für den Trainings- und Spielbetrieb umziehen kann“, so der stellvertretende Sportkreisvorsitzende Fred Theurer.

Der SG Pforzheim wird durch die künftige sportliche umfangreiche Nutzung der Hilda-Sporthalle eine wesentliche Verbesserung ihrer Rahmenbedingungen für den Trainings- und Spielbetrieb gegenüber der jahrelang unbefriedigenden baulichen Situation in der Konrad-Adenauer-Sporthalle ermöglicht. Der TGS werden durch die Hallennutzung der Hilda-Sporthalle bei Spieltagen verbesserte Bedingungen für den Spielbetrieb in der 3. Liga geboten.

Mit der Fertigstellung der Hilda-Sporthalle Anfang 2015 werden folgende Eckdaten Gültigkeit haben: Ab Fertigstellung der Hilda-Sporthalle erfolgt eine gemeinsame abwechselnde Nutzung für den Spielbetrieb durch die SG und TGS. Damit werden den beiden sportlich sehr erfolgreichen Vereinen die gleichen Spielvoraussetzungen ermöglicht. Die TGS wird die Hilda-Sporthalle für den Spielbetrieb an Pflicht-Heimspieltagen ihrer 1. Mannschaft nutzen. Die SG wird weitgehend ihren gesamten Spielbetrieb (Jugend-Aktive) in der Hilda-Sporthalle durchführen.

Die in der Zuständigkeit der Hallenkommission liegenden Hallentrainingszeiten sollen wie folgt vergeben werden: Drei Trainingstage in der Hilda-Sporthalle benötigt die SG aufgrund ihres umfangreicheren Trainings- und Spielbetriebs. Zwei, mindestens einen Trainingstag in der Hilda-Sporthalle benötigt die TGS. Über die Vergabe der Wochentage erfolgt noch eine abschließende Abstimmung zwischen den Vereinen.

Steht die Hilda-Sporthalle aufgrund einer anderen sportlichen Großveranstaltung für den Pflichtspielbetrieb von SG oder TGS im Ausnahmefall nicht zur Verfügung, wird davon ausgegangen, dass die Konrad-Adenauer-Halle oder Fritz-Erler-Halle mit den derzeit vereinbarten Zuschauerkapazitäten hierfür zur Verfügung stehen. Zur Durchführung von Großveranstaltungen anderer Sportarten in der Hilda-Sporthalle wird zur Sicherung einer reibungslosen Durchführung des Pflichtspielbetriebs der beiden Handballvereine empfohlen, dass von der Stadt hierzu ein Rahmenkonzept beschlossen wird, das Mindestbedingungen, wie etwa Anmeldefristen oder Zuschauerresonanz für künftige Großveranstaltungen anderer Sportarten zur Genehmigung durch die Stadt beinhaltet.

Über die Staffelleiter der einzelnen Ligen, beziehungsweise den Leiter Spieltechnik des Handballkreises Pforzheim soll mit Unterstützung der Stadt Pforzheim gewährleistet werden, dass künftig, unabhängig von der Klassenzugehörigkeit von SG und TGS, keine Überschneidungen bei den Heimspielen erfolgen. Um eine effiziente und wirtschaftlich vertretbare Abwicklung des Trainings- und Spielbetriebs in der neuen Hilda-Sporthalle sowohl für die SG als auch die TGS zu ermöglichen, ist zwingend eine weitere Detailabstimmung mit der Stadt Pforzheim bezüglich einer Optimierung der baulichen und logistischen Anforderungen notwendig. Dieser Termin sollte im Interesse aller Beteiligte kurzfristig erfolgen.

Aufgrund der aktuellen baulichen Rahmenbedingungen der Hilda-Sporthalle ist die dargestellte gemeinsame Nutzung durch beide Vereine nur möglich, weil die TGS bis auf weiteres weitgehend ihre Gerätschaften mit viel Zusatzaufwand außerhalb der Hilda-Sporthalle lagern wird. Ein Lagerraum für Trainingsgeräte der TGS sollte allerdings verfügbar sein. Zwingend notwendig ist die gemeinsame Nutzung der Werbetechnik und Beschallungsanlage.