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Trainer Alexander Lipps (Mitte) gibt weiterhin den Weg der SG-Handballer vor. Sein Vertrag wurde verlängert.  Foto: Ripberger 

Kontinuität bei der SG Pforzheim/Eutingen: Alexander Lipps weiterhin Trainer

Pforzheim. Die SG Pforzheim/Eutingen geht mit Vereins-Urgestein und Trainer Alexander Lipps ins achte Jahr. Ziel des Trainers ist es, die erste Mannschaft in der 3. Handball-Liga zu etablieren.

Pforzheim. Die SG Pforzheim/Eutingen ist Alexander Lipps’ Heimatverein. Hier fühlt er sich wohl, hier hat er jahrelang gespielt, hier hat er zunächst die Jugendkoordination übernommen und die A-Jugend-Bundesligamannschaft trainiert, später dann auch die erste Mannschaft, die aktuell in der 3. Liga spielt, als Coach von Erfolg zu Erfolg geführt. Nach fast siebenjähriger Trainertätigkeit – als Jugendkoordinator und Trainer des A-Jugend-Bundesligateams geht Alexander Lipps sogar in sein zehntes Jahr – haben die Vereinsverantwortlichen nun den Vertrag mit dem 40-Jährigen um ein weiteres Jahr verlängert. Das sei „keine Überraschung“, teilt der Verein in einer Pressemitteilung mit. Dennoch, betonen der SG-Vorsitzende Jörg Lupus und der Sportliche Leiter Wolfgang Lipps, seien „die Zeiten natürlich außergewöhnlich“.

Kein Selbstläufer

Die Verlängerung sei kein Selbstläufer gewesen, schließlich hätte sich die außerordentliche erfolgreiche Arbeit von Alexander Lipps in der Handballszene auch bundesweit herumgesprochen. Im Gespräch mit der PZ gab Alexander Lipps am Montag einige Anfragen von Vereinen zu. „In der aktuellen Situation hat sich aber für mich die Frage nach einem Wechsel nicht gestellt“, sagt er. Die Arbeit bei der SG sei für ihn weiterhin eine große Herausforderung. „Außerdem habe ich hier sehr viel vor der Haustüre. Ich arbeite für einen tollen Verein und die Verantwortlichen stehen hinter mir. Auch bei einer schwächeren Phase wird niemand nervös und die Analysen sind allesamt konstruktiv.“

Alexander Lipps möchte bei der SG Pforzheim/Eutingen fortführen, was er über all die Jahre aufgebaut hat. Derzeit führt die A-Jugend die Tabelle der Bundesliga an, die Herren liegen als Aufsteiger mit 6:4 Punkten auf Platz sechs in der 3. Liga. Am Montag gab der Deutsche Handballbund bekannt, dass die Saisonpause in den 3. Ligen wie auch in den Jugend-Bundesligen wegen der Corona-Pandemie bis zum 28. Februar verlängert wird.

Schwierige Kaderplanung

Das macht die Kaderplanung für die kommende Runde natürlich nicht einfacher. Am liebsten würde Alexander Lipps das Gerüst der Mannschaft nur wenig verändern. Denn: „Es war eine klare Entwicklung erkennbar, die durch die Corona-Pause leider nicht fortgesetzt werden konnte“, blickt der Coach zurück. Eine Kaderplanung – wie sonst üblich – lässt die aktuelle Situation aber kaum zu. Zumal etwa Corona-Schnelltests, die die SG vor den Trainingseinheiten durchführen muss, derzeit enorme Summen verschlingen würden, erklärt der Verein. Fraglich sei außerdem, wann wieder Zuschauereinnahmen generiert werden könnten und ob der bislang treue Kreis der Sponsoren die Pandemie gut übersteht und das Engagement bei der SG unverändert fortgeführt werden kann.

Positive Gespräche mit Spielern

Trainervater Wolfgang Lipps befindet sich jedoch schon in den ersten Gesprächen mit den Spielern. Die Signale seien auch positiv und die Gespräche befinden sich auf einem guten Weg. Näheres will sich Wolfgang Lipps allerdings nicht entlocken lassen: „Die Zeiten sind außergewöhnlich. Deswegen geben wir die Dinge erst bekannt, wenn auch das letzte Komma besprochen wurde.“

Für Familienvater Alexander Lipps (2 Töchter) sind unterdessen die Ziele für die Zukunft klar: „Wir wollen mit beiden Mannschaften – sollte die Saison weitergehen – den guten Beginn fortführen. Mit der ersten Mannschaft streben wir den Klassenerhalt an und wollen uns dann langfristig in der 3. Liga etablieren, Stabilität reinbringen, das Bestmögliche in jeder Saison herausholen und uns dann auf ein neues Level heben.“