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Grunbach profitierte von den Toren Salvatore Tommasis (blaues Trikot). Während der TSV künftig nicht mehr auf seinen Torjäger bauen kann, wollen die Buckenberger (weiße Trikots) wieder oben angreifen. Foto: Ripberger
Grunbach profitierte von den Toren Salvatore Tommasis (blaues Trikot). Während der TSV künftig nicht mehr auf seinen Torjäger bauen kann, wollen die Buckenberger (weiße Trikots) wieder oben angreifen. Foto: Ripberger
13.08.2015

Kreisliga galt zuletzt als offensivstarke Liga: Conweiler-Schwann, Buckenberg und Niefern hoch gewettet

Vergangene Saison wollten in der Kreisliga Pforzheim neun der 16 Teams weit nach oben, in dieser Saison sind es einige weniger. Einfacher wird es deshalb aber nicht: „In dieser Klasse kann jeder jeden schlagen“, ist Serhat Gülbas überzeugt. Und der Trainer von Fatihspor Pforzheim sieht noch eine Gemeinsamkeit bei fast allen Clubs: „Viele Teams sind offensivstark, haben aber Probleme in der Rückwärtsbewegung.“

Vergangene Saison wollten in der Kreisliga Pforzheim neun der 16 Teams weit nach oben, in dieser Saison sind es einige weniger. Einfacher wird es deshalb aber nicht: „In dieser Klasse kann jeder jeden schlagen“, ist Serhat Gülbas überzeugt. Und der Trainer von Fatihspor Pforzheim sieht noch eine Gemeinsamkeit bei fast allen Clubs: „Viele Teams sind offensivstark, haben aber Probleme in der Rückwärtsbewegung.“

Die Prognose trifft laut Gülbas auch auf sein eigenes Team zu. Weiter attraktiven Fußball spielen, aber weniger Gegentore kassieren, ist die Maxime. Das Saisonziel lautet Platz 3 bis 5. „Für ganz oben“, so Gülbas, „fehlen uns Konstanz und Erfahrung.“

Für ganz oben könnte es drei anderen Teams reichen, die ihre Ambitionen auch per Saisonziel öffentlich gemacht haben: Die Spvgg Conweiler-Schwann („oben mitspielen“), den FSV Buckenberg („besser als Platz fünf“) und den FV Niefern („Oberes Tabellendrittel“). Coschwa schätzt Gülbas als ausgeglichene Einheit mit großer Heimstärke. Der von Norbert Kolbe trainierte FVN hat sich mit Cem Tartar einen weiteren hochkarätigen Offensivspieler geangelt. Und die Buckenberger haben Routiniers wie Viktor Kärcher ebenso zu bieten wie ständigen Nachschub aus der eigenen Jugend.

Ob der FC Germania Singen oben eingreifen kann, bleibt abzuwarten. Mit Denny Andrijevic haben die Germanen den Topstürmer der Liga, sind aber defensiv anfällig. Auch der FC Calmbach zeigte sich vergangene Saison stark und hat sich mit dem schnellen und torgefährlichen Tim Reule gut verstärkt. „Zweikampfstark und unangenehm zu spielen“, schätzt Gülbas die Enztäler ein.

Geigle-Rückkehr

Ambitioniert war zuletzt immer auch der FC Dietlingen. Aber nach dem Abgang von Dominik Zenko im Winter fehlt jetzt auch Simon Mössner (Karriereende). Da wartet auf den neuen Coach Jürgen Geigle Aufbauarbeit.

Landesliga-Absteiger FC Kieselbronn hält sich öffentlich zurück („in der Liga etablieren“), muss auch einige Abgänge verkraften. Das gilt auch für den TSV Grunbach (Salvatore Tommasi, Tim Reule), wo der neue Trainer Christian Drechsler aber auch eine Vielzahl neuer Spieler begrüßen kann.

Die drei Aufsteiger haben für Gülbas allesamt das Zeug zum Klassenerhalt. Der SV Huchenfeld hat sich reichlich beim 1. CfR Pforzheim II bedient, mit Oliver Wiedemann sowie Timo Fuhrmann vor allem defensiv großes Potenzial. Die laufstarken Büchenbronner sind sehr überzeugend aufgestiegen, Wurmberg-Neubärental hat kaum Wechsel, kann also auf ein eingespieltes Team bauen. Wer soll dann eigentlich noch absteigen? Dass Wilferdingen noch einmal so eine schwache Saison wie zuletzt spielt, glaubt Gülbas nicht. Langenalb wurde vergangene Saison nur durch den Bilfinger Aufstieg gerettet, bleibt aber ein unangenehm zu spielender Gegner. Der FV Öschelbronn kann weiter auf seine Routiniers bauen. Und der FC Bauschlott spielte zuletzt wechselhaft, ist aber dank seiner starken Offensivspieler laut Gülbas auch immer für Überraschungen gut.

So könnte am Ende Gülbas’ Prognose („Die Defensive gewinnt Titel“) auch für den Abstiegskampf gelten.