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Wer kommt zum KSC? Franco Foda trainiert derzeit Sturm Graz.
Wer kommt zum KSC? Franco Foda trainiert derzeit Sturm Graz. © dpa
Jo Zinnbauer trainiert derzeit den FC St. Gallen.
Jo Zinnbauer trainiert derzeit den FC St. Gallen. © dpa
Mirko Slomka ist im Wartestand.
Mirko Slomka ist im Wartestand. © dpa
07.12.2016

Kreuzers Kandidaten-Karussell - Wer wird neuer Trainer in Karlsruhe?

Während Interimscoach Lukas Kwasniok die KSC-Spieler vor der Partie bei Dynamo Dresden am Freitag (18.30 Uhr/Sky) heiß macht, läuft im Hintergrund eine KSC-Coach-Casting-Show.

Umfrage

Welchen Trainer würden Sie künftig gerne beim KSC sehen?

Jo Zinnbauer 15%
Mirko Slomka 42%
Franco Foda 15%
Einen Anderen 28%
Stimmen gesamt 1019

Dabei ist der neue Karlsruher Sportdirektor Oliver Kreuzer Chef-Juror. Er sucht den Nachfolger des wegen Erfolglosigkeit entlassenen Trainers Tomas Oral. „Wir haben keinen übertriebenen Druck. Wir haben keinen Stress. Ob der dies oder nächste Woche kommt ist nicht so wichtig. Wichtig ist, dass es dann passt“, sagt Kreuzer gelassen und fügt hinzu: „Lukas Kwasniok macht einen guten Job.“

Eine Aussage des Sportdirektors weißt auf die möglichen Trainerkandidaten hin. Es kommen in erster Linie Trainer infrage, die Kreuzer kennt. „Ich muss vom neuen Trainer überzeugt sein, ich muss zu hundert Prozent wissen, wie er arbeitet, ich muss seine Perspektiven kennen.“ All da weiß er von Trainern, mit denen er bereits zusammenarbeitete ...

Einen, den er gut kennt, konnte Kreuzer bereits von der Liste streichen: Thorsten Fink. Der war Trainer beim Hamburger SV als Kreuzer Sportdirektor war. auch wenn Kreuzer Fink auch, wegen Erfolglosigkeit entließ, hält er viel von Fink, der derzeit beim österreichischen Europa-League-Teilnehmer Austria Wien unter Vertrag steht.

Gibt die Kasse eine Ablöse her?

Bleiben weitere Ex-Weggefährten von Kreuzer. Zuerst Franco Foda, im Moment Cheftrainer bei Sturm Graz. Für ihn spricht, dass er und Kreuzer einst ein Erfolgsduo bildeten, und dass Foda angeblich gerne ins Badische käme. Wohl auch, weil in deutschen Fußballunterhaus wesentlich besser bezahlt wird, als in Österreichs erster Liga. Der Vertrag des 50-Jährigen läuft bis Saisonende. Gegen ihn spricht, dass der KSC, wie man munkelt, bei einem sofortigen Wechsel rund 250 000 Euro Ablöse überweisen müsste. Ob die traditionell klamme KSC-Kasse das nach den rund 100 000 Abfindung für Oral noch hergibt?

Mit Jo Zinnbauer verbindet Kreuzer ein geradezu freundschaftliches Verhältnis. Kreuzer lockte Zinnbauer nach seinem Wechsel zum HSV prompt zu den Hanseaten, gab ihm einen Vertrag als U-23-Coach. Als Bundesliga-Gründungsmitglied dann in Abstiegsnöte kam, beförderte Kreuzer Zinnbauer zum Cheftrainer. Inzwischen coacht Zinnbauer erfolgreich den Schweizer Fußball-Erstligisten FC St. Gallen. Zinnbauers Trumpfkarte gegenüber Foda? Er hat mit den Eidgenossen eine Ausstiegsklausel vereinbart, die es ihm erlaubt, sofort und ohne Ablöse zurück nach Deutschland zu wechseln.

Wenig spricht für Mirko Slomka

Außenseiterchancen hat Mirko Slomka. Auch den studierten Mathematiker kennt Kreuzer gut – ebenfalls aus gemeinsamen Zeiten beim Hamburger SV. Doch die große Frage ist: Warum sollte ein Mann, der vom FC Schalke 04, von Hannover und vom HSV hervorragend bezahlt wurde, zu einem abstiegsgefährdeten Zweitligisten mit leeren Kassen gehen? Zudem soll Slomka auf den Trainer-Job in Hannover spekulieren.