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Nicht zufrieden waren Nieferns Spieler (rechts Marcus Fixel, vorne Julian Schöpf) mit der Leistung von Schiedsrichter Christian Schäffner (hinten).   Ripberger
Nicht zufrieden waren Nieferns Spieler (rechts Marcus Fixel, vorne Julian Schöpf) mit der Leistung von Schiedsrichter Christian Schäffner (hinten). Ripberger
14.11.2016

Landesliga-Aufsteiger FV Niefern nach 2:3 bei Español Karlsruhe verärgert

Pforzheim. Freund und Leid lagen am vergangenen Wochenende nahe beieinander bei den Landesligisten aus dem Fußballkreis Pforzheim. Aufsteiger FV Niefern erlebte beim Titelaspiranten Español Karlsruhe ein Wechselbad der Gefühle. 2:0 führte die Truppe von Trainer Norbert Kolbe zur Pause. Am Ende verlor man eine hektische Partie noch mit 2:3.

Die Gäste waren mit der Leistung von Schiedsrichter Christian Schäffner aus Bruchsal ganz und gar nicht einverstanden. „Er war dem Spiel nicht gewachsen“, lautet Kolbes Urteil. Zur Pause führte Niefern durch Tore von Francesco Di Sazio (14.) und Michael Akay (16.) mit 2:0. Dann kam die Szene, die Coach Kolbe auf die Palme brachte. Di Sazio sah zunächst Gelb, dann Gelb-Rot. Beides krasse Fehlentscheidungen, so die Auffassung der Gäste aus dem Kirnbachtal. Bei der Gelben Karte sei der Schiri auf die schauspielerischen Künste des Español-Spielers hereingefallen. Gelb-Rot sah Di Sazio wohl, weil er sich lautstark darüber ärgerte, dass er wegen einer ausgekugelten Schulter vom Platz musste. Die Unmutsäußerungen des Spielers über das eigene Missgeschick interpretierte der Schiedsrichter offenbar falsch, glaubt Kolbe, der resümiert: „Bis zum 2:0 haben wir tollen Fußball gespielt.“ In Unterzahl wurden in der zweiten Halbzeit aber die Beine immer schwerer und Español kam in der Schlussphase noch zum knappen Sieg.

Gar nicht knapp war der Sieg von Nieferns Mitaufsteiger FSV Buckenberg beim FC Heidelsheim. 4:0 fertigte die Truppe von Norbert Volsitz den Bruchsaler Vorortclub auf eigenem Platz ab. Dabei war Volsitz wegen einer privaten Feier gar nicht vor Ort. Er wurde von Adrian Haladaj an der Seitenlinie vertreten. Der sah eine FSV-Mannschaft, die endlich einmal effektiv spielte, vorne die Torchancen eiskalt verwertete und hinten auf einen sehr starken Torhüter Mike Soete bauen konnte. „Diesmal hatten wir auch das nötige Glück. Ich hoffe, dass uns dieser Sieg Selbstvertrauen und Auftrieb gibt“, so Volsitz.

Den erhofften Sieg beim Tabellen-Schlusslicht TuS Mingolsheim feierte die Reserve des 1. CfR Pforzheim. Beim 4:0-Sieg konnte Trainer Gökhan Gökce auch Anleihen aus der Oberliga-Mannschaft machen. Deren Heimspiel gegen den SSV Reutlingen war am Samstag bekanntlich ausgefallen. So verstärkte der erfahrene Oberligaspieler Marc Mägerle die Abwehr. Mit Laurin Masurica, Cemal Durmus. Marius Kraus, Devin Cillidag und Marco Schröder standen weitere Spieler mit Oberliga-Erfahrung auf dem Platz.