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Wie begossene Pudel schlichen sich die Spieler des Fußball-Oberligisten FC Nöttingen nach dem 1:3 in Freiberg vom Platz.   Eibner
Wie begossene Pudel schlichen sich die Spieler des Fußball-Oberligisten FC Nöttingen nach dem 1:3 in Freiberg vom Platz. Eibner
22.02.2016

Lange Gesichter beim FC Nöttingen - Trainer Wittwer: kein Fehlstart

Auch zwei Tage danach ist Michael Wittwer noch ratlos. Was seine Mannschaft am Samstag beim 1:3 (0:2) in Freiberg gezeigt hat, war – Zitat Wittwer: Erschreckend. Und der Trainer des Oberliga-Spitzenreiters fügt stirnrunzelnd hinzu: „Das war kollektiv schwach, von vorne bis hinten.“ Der Spitzenreiter der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg ging beim Sport- und Gesangverein (SGV) Freiberg sang- und klanglos unter.

„Freiberg hat einfach mehr investiert, war laufbereiter, engagierter. Dabei haben wir beim letzten Test gegen den FC Walldorf noch richtig gut gespielt“, rätselt Wittwer. Und in Freiberg schickte er fast dieselbe Mannschaft auf den Kunstrasen, wie im Test gegen den starken Regionalligisten Walldorf.

Von einem Fehlstart ins Fußballjahr 2016 mag Wittwer indes nicht sprechen. „Ein schlechtes Spiel ist noch kein Fehlstart, das muss man erst mal drei, vier Spiele abwarten“, betont der Ex-Profi. Am Samstag (15.00 Uhr) kreuzt der Tabellenletzte SC Pfullendorf im Nöttinger Panoramastadion auf. Eine gute Chance zur Rehabilitation. Alles andere als ein klarer Sieg wäre eine riesige Enttäuschung für die Nöttinger, die Ende der Saison erneut in die Regionalliga Südwest aufsteigen wollen.

Während bei allen Feldspielern noch mächtig Sand im Getriebe ist, war Wittwer mit seinem Torhüter zufrieden. Im Kasten stand – für Außenstehende etwas überraschend – Andreas Dups (23). Der Neuzugang vom TSV Reichenbach, der in dieser Saison schon drei Einsätze über 90 Minuten im Oberliga-Team hatte, enttäuschte seinen Trainer nicht. Er könnte auch gegen Pfullendorf den Vorzug vor dem bisherigen Stammkeeper Robin Kraski (24) erhalten. Dups hat das Trainerteam in der Vorbereitung überzeugt, während Kraski „in den Testspielen nicht so stabil gewesen ist“, so Wittwer. „Robin war zwei Jahre die Nummer eins. Er muss das verstehen. Wir haben zwei gleichwertige Torhüter. Ich erwarte, dass Robin nicht resigniert, auch wenn ich verstehe, dass er jetzt enttäuscht ist.“ Wittwer vergleicht die Torhüter-Situation beim FC Nöttingen mit der bei seinem Ex-Verein Karlsruher SC. Dort löste Rene Vollath während der laufenden Saison auch die langjährige Nummer eins Dirk Orlishausen ab.

Gegen den starken Abstiegskandidaten SGV Freiberg fehlten dem FC Nöttingen die verletzten Reinhard Schenker, Niklas Hecht-Zirpel und Mario Hohn sowie der erkrankte Mario Bilger. Bilger und Hohn werden gegen Pfullendorf wieder dabei sein, Schenker (Faserriss in der Wade) nicht. Hinter Hecht-Zirpel (Knieprobleme) steht ein Fragezeichen.