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Abklatschen nach der 0:2-Niederlage der SV Kickers Pforzheim gegen den FV Ravensburg. Die SV-Trainer Alexander Freygang und Daniel Reule (Mitte, von links) hatten die junge, komplett neu zusammengewürfelte Mannschaft hervorragend eingestellt. Eine Stunde lang spielte der SV gleichwertig mit, hatte sogar ein Chancenplus.  © Becker
21.02.2015

Lange stark gespielt, spät verloren: Guter Oberligastart für SV Kickers Pforzheim

Das war stark, genial und fast das 1:0. Daniel Reule, mit Alexander Freygang Coach beim nach mehreren Castings neu formierten Oberligisten SV Kickers Pforzheim, hatte in der ersten Halbzeit den Hammer ausgepackt und den Ball jenseits des Anspielkreises in der eigenen Hälfte in Richtung gegnerisches Tor gedroschen. Dominik Buss im Kasten des FV Ravensburg musste schleunigst zurückrennen und sich beim Fliegen ins rechte Toreck ganz lang machen, um den Ball noch zu entschärfen. Am Ende siegte aber der FVR mit 2:0, doch das junge, noch wenig eingespielte SV-Team konnte gefallen.

Bildergalerie: Neues Team der SV Kickers Pforzheim verliert 0:2 gegen FV Ravensburg

In diesem verlegten Spiel wollten die Kickers zeigen, dass sie keine Verlegenheits- und keine Spaßtruppe sind. In der Tat gelang ihnen das über eine Stunde lang. Die SV-Hintermannschaft stand bis zur 65. Minute defensiv sehr sicher. Die Ravensburger durften sich über ein Plus beim Ballbesitz, die Pforzheimer über ein Plus bei den Chancen freuen.

Dann der Knackpunkt nach über einer Stunde: Innenverteidiger Tim Mutz verletzte sich, musste vom Platz. Ohne ihn wurde die SV-Abwehr wackliger und kassierte das 0:1 durch Rahman Soyudogru in der 70. Minute. Dann übernahm der FVR das Kommando, kam folgerichtig zum 2:0 durch Steffen Wohlfarth in der 82. Minute.

Freygang lobte sein Team, das über lange Strecken spielerisch und „hochmotiviert“ mitgehalten habe. Man sei bis zum 1:0 der Ravensburger „gleichwertig“ gewesen. Ähnlich werden es wohl auch die 250 Zuschauer auf der Wilferdinger Höhe gesehen haben, die sich über ein munteres Spiel mit leider nicht Pforzheim-optimalem Ausgang freuen durften. Immerhin liegt der SV Kickers Pforzheim jetzt mit 20 Punkten auf Platz 14 der Oberliga und in Sichweite des rettenden Ufers. Da ist also noch alles drin für die junge Truppe, denen man durchaus etwas zutrauen darf. Das wäre dann ein kleines, aber realisierbares Fußballwunder.