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03.02.2013

Leichtathletik-Meeting in Karlsruhe: Björn Otto nur über 5,73 Meter - Weitspringer Reif packt acht Meter

Karlsruhe (dpa) - Stabhochspringer Björn Otto hat sich beim Leichtathletik-Meeting in Karlsruhe wieder einmal Olympiasieger Renaud Lavillenie geschlagen geben müssen. Der Vize-Europameister und Olympia-Silbermedaillengewinner Otto überwand am Samstag vor 4300 Zuschauern in der ausverkauften Europahalle nur 5,73 Meter.

Drei Tage zuvor in Cottbus war der 35 Jahre alte Kölner noch mit 5,90 Meter in die Saison eingestiegen. Der Franzose Lavillenie blieb als Sieger mit 5,83 Meter ebenfalls unter seinen Möglichkeiten. «Im vergangenen Jahr waren einige deutsche Stabhochspringer bei mir in Frankreich, in Paris, und ich konnte sie schlagen. Jetzt ist mir das heute in Karlsruhe gelungen», meinte der Überflieger der vergangenen Saison.

Dritte wurden gemeinsam Hendrik Gruber (Leverkusen) und der Olympia-Dritte Raphael Holzdeppe Raphael (Zweibrücken/beide 5,55). «Irgendwie habe ich es heute nicht geschafft, die letzten drei Schritte richtig durchzuziehen», ärgerte er sich. Gar nicht in Tritt kam Malte Mohr: Der Wattenscheider legte zu seinem Saisonstart einen Salto nullo hin und schied mit drei ungültigen Versuchen über 5,45 Meter aus.

Ein Fotofinish lieferten sich über 60 Meter Verena Sailer und Ivet Lalova: Die 100-Meter Europameisterin von 2010 aus Mannheim und die aktuelle EM-Erste aus Bulgarien kamen zeitgleich in 7,19 Sekunden ins Ziel. Sailer hatte bei der Auswertung das Nachsehen, meinte aber: «Das hat super Spaß gemacht.»

Das Duell zwischen den beiden besten deutschen Weitspringern fiel aus: Hallen-Europarekordler Sebastian Bayer aus Hamburg sagte seine Teilnahme ab, nachdem er zuletzt unter Kniebeschwerden gelitten hatte. Christian Reif (Rehlingen), Goldmedaillengewinner der EM 2010, konnte so seine Führung in der noch frischen deutschen Jahresbestenliste um einen Zentimeter auf 8,01 Meter ausbauen.

Äthiopiens Läufer-Star Meserat Defar rannte über 3000 Meter weit vorneweg. Die nur 1,55 Meter große Olympiasiegerin verpasste in 8:35,28 Minuten aber ihr Ziel, unter 8:30 zu bleiben. Die Regensburgerin Corinna Harrer setzte sich als abgeschlagene Verfolgerin in 8:51,04 an die Spitze in Europa und jubelte lauhals: «Die Zeit ist gigantisch!»