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Wiedersehen im Finale: Ispringen mit Akhmed Chakaev (rotes Trikot) und Weingarten mit Alejandro Valdes standen sich in dieser Saison schon zweimal gegenüber. Jedes Team ging einmal als Sieger von der Matte.  Foto: PZ-Archiv/Becker 

Leipold verspricht Ringer-Festspiele: DRL-Finale zwischen Ispringen und Weingarten in Pforzheim

Pforzheim/Ispringen. Es war eine schwierige Saison für die Deutsche Ringerliga (DRL). Jetzt aber soll ein glanzvoller Abschluss folgen. Im Finale stehen sich mit dem KSV Ispringen und Germania Weingarten zwei badische Konkurrenten gegenüber. Gerade mal 30 Autominuten liegen die Gemeinden auseinander.

Der Hinkampf findet am morgigen Samstag (19.30 Uhr) in der Jahnhalle in Pforzheim statt, eine Woche später fällt dann in Weingarten die Entscheidung. Einen klaren Favoriten gibt es für das Finale nicht. Im Laufe der Saison standen sich beide zweimal gegenüber, jede Seite konnte einen Sieg für sich verbuchen.

Auch Alexander Leipold will sich nicht auf einen Favoriten festlegen. „Das kommt ganz darauf an, welche Ringer die Vereine auf die Matte bekommen“, sagt der Ispringer Trainer. Theoretisch könnten die Gastgeber des morgigen Hinkampfes eine Zehn-Mann-Riege aufbieten, die nur aus Medaillengewinnern von Olympischen Spielen sowie Welt- und Europameisterschaften besteht. Aber in der Praxis geht das nicht. „Wir müssen ja zwei Deutsche und einen EU-Ausländer im Team haben“, sagt Leipold.

Nicht zu viel verraten

Hinzu kommt, dass viele Ringer im Olympiajahr nicht frei entscheiden können, was sie tun. Viele Länder geben wichtigen Turnieren und Lehrgängen den Vorrang vor Liga-Wettkämpfen. „Wir arbeiten mit Hochdruck an einer optimalen Aufstellung“, so Leipold und verspricht „Festspiele“ mit „hochklassigen und spannenden Wettkämpfen“.

Stark vertreten im KSV-Team sind Ungarn (Balint Korpasi, Viktor Lörincz, Balint Lam) und Georgier (Vladimir Khinchegashvili, Roberti Kobliashvili, Elizbar Odikadze, Revazi Nadareishvili). „Von denen werden wir auch welche sehen. Wir werden mit Sicherheit international erfolgreiche Ringer aufbieten“, sagt Leipold, ohne Namen zu verraten. Schließlich soll sich der Gegner nicht darauf einstellen können, was ihn in der Jahnhalle erwartet.

Während sich die Ispringer zuletzt ausruhen konnten, weil Halbfinalgegner Eisleben nicht angetreten war, musste sich Weingarten auf der Matte für das Finale qualifizieren, tat das mit zwei deutlichen Siegen gegen den ASV Nendingen aber souverän. „Wir sind auf den Punkt da, jetzt müssen wir diese Leistung noch zwei Wochen halten“, hatte Germanen-Coach Frank Heinzelbecker nach dem Finaleinzug gesagt.

Starke kubanische Fraktion

Die Weingartner setzten in dieser Saison auf eine starke kubanische Fraktion mit Ringern wie Reineri Andreu Ortega, Alejando Valdes und Oscar Pino. Während die Ispringer 2018 schon einmal die DRL-Trophäe geholt haben, fehlt dieser Titel in der Weingartner Sammlung noch. Dieses Versäumnis wollen die Germanen nun nachholen.