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Die Zukunft von Niklas Kolbe (Mitte) im Trikot des FC Nöttingen ist noch offen. Foto: Becker/PZ-Archiv
Die Zukunft von Niklas Kolbe (Mitte) im Trikot des FC Nöttingen ist noch offen. Foto: Becker/PZ-Archiv
16.05.2019

Letzte Spieltage der Saison: Nöttinger Abschied vom Heimpublikum

Remchingen-Nöttingen. Es ist noch gar nicht so lange her, da versprachen die letzten Spieltage der Saison in der Fußball-Oberliga für den FC Nöttingen Spannung pur im Aufstiegsrennen. Doch dieses Versprechen konnte die Mannschaft nicht einlösen.

Die Lila-Weißen haben unter dem Strich einfach ein paar Niederlagen zu viel auf dem Konto. So ist die Luft raus, wenn am Samstag um 15.30 Uhr der 1. FC Normannia Gmünd in der Kleiner Arena im Remchinger Ortsteil gastiert.

Es sind ja die immer gleichen Ansagen, mit denen Mannschaften in die bedeutungslosen Spiele zum Rundenende gehen. Mit Anstand wolle man sich verabschieden, sich nicht hängen lassen. Das gilt für Nöttinger im letzten Heimspiel der Runde, aber auch für die Gäste aus dem Schwäbischen, deren Abstieg inzwischen feststeht. Warum die Gmünder eine Klasse tiefer müssen, erschließt beim Blick auf die Statistik schnell: Ganze 26 Tore haben die Normannen bislang in 32 Spielen erzielt – das ist der schlechteste Wert in der Oberliga.

Zu viele Gegentore

Beim Toreschießen sind die Nöttinger deutlich erfolgreicher – 63 Treffer stehen für den Tabellensechsten zu Buche. Nur Spitzenreiter Bahlingen (75) und der Tabellenfünfte Freiberg (69) sind bislang besser. Aber beim Toreverhindern waren die Lila-Weißen nicht annähernd so erfolgreich. 47 Gegentore sind einfach zu viel, um mit den Spitzenteams mitzuhalten. Da bietet das letzte Heimspiel gegen Gmünd noch einmal die Gelegenheit, defensiv gut zu stehen und eines der eher seltenen „zu Null“-Ergebnisse zu feiern.

Großer Abschiedsschmerz wird am Samstag in der Kleiner Arena nicht herrschen. Außer Jimmy Marton (zum Regionalligisten FCA Walldorf) steht noch kein Abgang fest. Die Mannschaft bleibt größtenteils zusammen. Derzeit haben lediglich die Abwehrspieler Niklas Kolbe und Marco Manduzio keinen neuen Vertrag unterschrieben. Dem aus der eigenen Jugend stammende Kolbe, Sohn von Co-Trainer Norbert Kolbe, liegen dem Vernehmen nach einige interessante Angebote – auch von höherklassigen Vereinen – vor.

Da die Mannschaft aber weitgehend beisammen bleibt, muss der FCN-Vorsitzende Dirk Steidl das Team nur punktuell und moderat ergänzen. Er sei auf der Suche nach „zwei bis drei Spielern für alle Mannschaftsteile“, sagt er. Der Fokus liegt aber offensichtlich auf der Außenbahn und dem Angriff.