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Trainer Alois Schwartz.  Foto: dpa-Archiv 

Letztes Testspiel: KSC fertigt Luxemburger Spitzenreiter ab

Karlsruhe. Es gab nicht viel, was die gute Laune gestört hätte, die am Samstagnachmittag im Karlsruher Wildpark herrschte. Gut 800 Zuschauer, die meisten davon Dauerkarteninhaber, sahen einen ungefährdeten 2:0-Sieg gegen Jeunesse Esch. Und da die Veranstalter beim letzten Testspiel vor dem Rückrundenstart in Zwickau sogar an einen Versorgungsstand gedacht hatten, gab es nur über die arktische Kälte Klagen. Auch von den Spielern, die auf dem knüppelharten, mit Sand präparierten Rasen im neuen Amateurstadion ihre liebe Mühe hatten, dafür aber ein beachtliches Tempo anschlugen.

Insgesamt präsentierte sich eine Karlsruher Mannschaft, die für den Rückrundenstart gut gerüstet scheint, die eingespielt wirkt, und der man anmerkte, dass sie auch die nächsten 18 Spiele erfolgreich gestalten will. Mit 39 Zählern aus 20 Spielen rangiert der KSC derzeit auf Rang zwei. Und in der Liga gibt es nicht allzu viele Funktionäre, die den Badenern nicht den Aufstieg in Liga zwei zutrauen. Im vergangenen Winter war man nach völlig verkorkstem Saisonstart als Achter in die Rückrunde gegangen, mit nur 30 Zählern aus 19 Spielen. Nach dem harten Aufprall im Sommer 2017 ist dem KSC also zumindest sportlich die Konsolidierung gelungen. In einer einseitigen Partie, in der die allenfalls auf Regionalliganiveau spielenden Tabellenersten aus Luxemburg keine einzige Torchance hatten, ging der KSC früh durch Marc Lorenz in Führung (1.). Marvin Pourié ließ in der 35. Minute den zweiten Treffer folgen. Marvin Wanitzek (25./39.), und Pourié (16./38.) vergaben weitere Chancen, ehe Trainer Alois Schwartz neun von elf Spielern auswechselte, um auch der zweiten Garnitur Einsatzzeiten zu verschaffen. Tempo und Zug zum Tor ließen nun nach, die eingewechselten Kyoung-Rok Choi (47.), Sercan Sararer (58./84.) und Saliou Sané (71.) hatten dennoch weitere Torgelegenheiten. „Heute hätten wir auch zwei Tore mehr machen können“, betonte Schwartz.

Mit besonderem Interesse hatten die Fans zuvor den Auftritt von Sararer beobachtet, der im April seinen letzten Einsatz in einem Pflichtspiel hatte. Als er acht Monate später im Wildpark anheuerte, war sein vom KSC freundlich mit „konditioneller Rückstand“ umschriebenes Übergewicht noch beeindruckend, am Samstag war es nur noch gut zu erkennen. Der Offensivmann hat in den letzten Wochen also fleißig abgenommen. Für mehr als 15 bis 20 Minuten reicht die Puste allerdings noch nicht, auch gegen Esch fiel Sararer danach deutlich ab.

Dass Schwartz am Sonntag Änderungen an seiner Startformation vornehmen wird, ist allerdings unwahrscheinlich. Die Elf, die am Samstag begann, ist identisch mit der Startformation in allen drei Testspielen, die im spanischen Trainingslager stattfanden.