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CfR Pforzheim

Gibt beim CfR weiter die Richtung vor: Trainer Gökhan Gökce nach der Attacke am vergangenen Spieltag. Foto: PZ-Archiv/Ripberger
Gibt beim CfR weiter die Richtung vor: Trainer Gökhan Gökce nach der Attacke am vergangenen Spieltag. Foto: PZ-Archiv/Ripberger
11.10.2018

Liveticker: 1. CfR Pforzheim ist gegen Linx auf Drei-Punkte-Kurs

Pforzheim. Spiel eins für den 1. CfR Pforzheim nach der Prügel-Attacke im Kabinengang – und es gibt viele Fragen: Wird Gökhan Gökce nach dem mutmaßlichen Tritt von Spieler Kushtrim Lushtaku bei der Auswärtspartie am Samstag (15.30 Uhr) gegen den SV Linx auf die Trainerbank zurückkehren? Wird Kreshnik Lushtaku, der jüngere Bruder des mutmaßlichen Schlägers, auflaufen? Wie wird sich die Mannschaft nach dem Vorfall präsentieren? Und wie empfängt Linx das Team aus der Goldstadt?

Die wichtigste Antwort zuerst: Gökhan Gökce macht weiter. Am Montag noch war er noch Zaungast beim Training, am Mittwoch und Donnerstagabend leitete er die Einheiten. „Ich bin mental und körperlich angeschlagen, doch ich will das Ding durchziehen. Ich will bei der Mannschaft sein“, sagt der 34-jährige Coach, der tagtäglich versucht, das Vorgefallene zu verarbeiten. Die Rippe schmerzt noch, doch der Kopf wird langsam frei. Wie wird es sein, am Samstag an der Seitenausline? „Problemlos“, blickt Gökce voraus.

Auch die Mannschaft habe den Vorfall vom vergangenen Spieltag auf dem Holzhof „gut verdaut“. Die Intensität im Training sei hoch gewesen, die Jungs hätten gut gearbeitet. „Und es wurde auch gelacht“, sagt Teambetreuer Edgar Schneider, der die Einheiten verfolgte. „Ablegen kann man sowas natürlich nicht so leicht“, glaubt der Ex-Profi. „Doch die Spieler machen einen gefestigten Eindruck.“

Auch Kreshnik Lushtaku, der am Mittwoch wieder in den Trainingsbetrieb einstieg, scheint die Attacke seines Bruders gut weggesteckt zu haben. Laut Gökce wird der Angreifer wohl in der Startelf stehen. „Warum auch nicht? Er hat ja niemandem etwas getan“, sagt Gökce, der auf Denis Gudzevic (Fußzeh), Serach von Nordheim (Knie) und Stanley Ratifo (Nationalmannschaft Mosambik) verzichten muss.

Klar ist: Ein Sieg in Linx würde dem CfR helfen, wieder etwas Ruhe reinzubekommen. „Wir wollen auch unbedingt gewinnen“, sagt Gökce, mit dem dieser Tage der CfR-Vorstand noch ein Gespräch führen will. Edgar Schneider meint vor dem Spiel in Linx: „Die Mannschaft ist bereit, eine Reaktion zu zeigen.“

Das erwartet auch der Gegner. „Wir waren geschockt über die Nachrichten aus Pforzheim, die wir aus der Bild-Zeitung erfahren haben“, berichtet SVL-Spielleiter Eric Ehle. „So was wünscht man keinem Verein. Wir glauben auch, dass sich der CfR gegen uns nun erst recht voll reinhängen wird, um wieder für positive Schlagzeilen zu sorgen.“ Man wird sehen, ob dies gelingt. Leicht wird es gegen den Aufsteiger Linx allemal nicht. Die Südbadener gelten als heimstark. Und dass sie kämpfen können, bewiesen sie – ähnlich wie der CfR – in der ersten Runde des DFB-Pokals. Den 1. FC Nürnberg hatten sie am Rande einer Niederlage. Erst in der 88. Minute kassierten sie den entscheidenden Treffer zum 1:2.

In der Liga belegt Linx derzeit Platz 14. Der CfR ist Elfter. Ein Auswärtssieg würde den Pforzheimern nicht nur sportlich, sondern auch mental guttun.

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Testy
11.10.2018
Nach Attacke: Gökhan Gökce macht als Trainer des CfR Pforzheim weiter

Man kann nur hoffen, dass der Gewalttäter im Flieger in die Heimat sitzt. Autoaggressive Gewalttäter brauchen wir in PF überhaupt nicht. mehr...