760_0900_126227_MR5_1404_jpg_Lukas_SUeSSER_74_SG_Moritz_.jpg
Hart arbeiten mussten beide Mannschaften für ihre Tore, hier setzt sich Lukas Süsser gegen die Abwehr von Oftersheim/Schwetzingen durch.  Foto: Ripberger 

Lockdown in der SG-Abwehr: Defensiv-Bollwerk legt Grundstein für Auftaktsieg im Ligapokal gegen Oftersheim/Schwetingen

Pforzheim. Dass die SG Pforzheim/Eutingen über eine ausgesprochen gute Abwehrarbeit und mit Bastian Rutschmann über einen exzellenten Torhüter verfügt, ist nicht neu. Dass die Handball-Mannschaft von Alexander Lipps diese Defensivqualitäten nach der lange unterbrochenen Saison der 3. Liga Süd beim Neustart im sogenannten Ligapokal unverändert abrufen kann, hat sie am Samstagabend in der Bertha-Benz-Halle gezeigt.

Mit 23:16 (12:6) wurde die HG Oftersheim/Schwetzingen geschlagen, und der Erfolg vor corona-bedingt leeren Rängen wäre vermutlich noch deutlicher ausgefallen, hätten die Pforzheimer in den letzten zehn Minuten nicht munter durchgewechselt.

Sport regional

SG Pforzheim/Eutingen gewinnt zuhause gegen HG Oftersheim/Schwetzingen

"Das war absolut in Ordnung. Dafür haben wir wochenlang gearbeitet", sagte Alexander Lipps nach der Partie, und wirkte dabei – wie fast immer – ausgesprochen sachlich, um nicht zu sagen leicht unterkühlt.

Oftersheim/Schwetzingen findet keine Lücke in der SG-Abwehr

Dabei hatte es sicherlich auch sein Herz erwärmt, was sein Team gerade in der Abwehr bot. Es begann damit, dass Keeper Rutschmann nach 61 Sekunden einen Siebenmeter von Max Barthelmeß entschärfte. Am Ende dauerte es fast acht Minuten, ehe den Gästen beim Stand von 3:0 erstmals ein Treffer glückte.

Sport+

SG und TGS Pforzheim kehren zum Alltag zurück: Die wichtigsten Fragen und Antworten vor dem Ligapokal

Holger Löhr konnte die oft vergeblichen Bemühungen seiner Angreifer von der Seitenlinie nur tatenlos verfolgen. Dem 119-fachen Nationalspieler und Coach von Oftersheim/Schwetzingen fehlen die klassischen großgewachsenen Rückraumwerfer, sein Team tat sich gegen die bewegliche und zupackende 6-0-Abwehr der Pforzheimer über die gesamten 60 Minuten schwer.

Auch der Versuch, den siebten Feldspieler einzuwechseln, wurde mehrfach bestraft, weil Pforzheim dann ins leere HG-Tor traf. Knapp vier Minuten mussten die Gäste im Schnitt für jeden Treffer arbeiten – das ist schon lange. Vor der Pause waren es gar fünf Minuten. Und wenn sie dann mal durch waren, wartete da immer "der Rutscher", der nicht nur zwei von drei Siebenmetern parierte.

Lipps trotz leichter Schwächen in der Offensive zufrieden

Wenn Alexander Lipps etwas zu bemängeln hatte, dann eher die offensiven Bemühungen seiner Mannschaft. Aber hier sind mildernde Umstände zu vermelden. Zum einen fehlten mit Manuel Mönch (gerissene Sehne im Daumen der Wurfhand) und Lukas Buck (Rückenprobleme) zwei Spieler für den linken Rückraum, zum anderen hatte auch Oftersheim/ Schwetzingen eine gute Abwehr und an diesem Abend mit Benedikt Müller seinen besten Spieler zwischen den Pfosten. So verwerteten auch die Gastgeber nur zwei von fünf Siebenmetern.

Sport regional

Handball-Derby: Im Ligapokal treffen SG und TGS Pforzheim doch noch aufeinander

Am Ende war Lipps deshalb zufrieden und wollte sich den Erfolg "nicht kleinreden" lassen, auch wenn der Ligapokal die reguläre Saison natürlich nicht ganz ersetzen kann. "Aber das ist kein Larifari. Es ist ein Wettbewerb, in dem sich jeder präsentieren und messen will", so der SG-Coach