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Die von TV-Experte Mehmet Scholl ausgelöste Debatte um Mario Gomez (Bild) lässt Bundestrainer Joachim Löw kalt. Scholl hat erklärt, keine persönlichen Probleme mit Gomez zu haben, und Löw meint, dass er für solche Dinge "keine Energie" habe. © dpa
11.06.2012

Löw: "Keine Energie" für Debatte um Gomez

Die von TV-Experte Mehmet Scholl ausgelöste Debatte um Mario Gomez lässt Bundestrainer Joachim Löw kalt. Ex-Nationalspieler Scholl hatte nach dem EM-Auftaktspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Portugal über den Siegtorschützen Gomez gelästert: «Ich hatte zwischendrin Angst, dass er sich wund gelegen hat, dass man ihn wenden muss.»

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Scholl kritisierte damit die angeblich mangelnde Einsatzfreude des Torjägers vom FC Bayern München, der von Löw den Vorzug vor Miroslav Klose erhalten hatte. «Ich bin froh, zwei Klasseleute im Angriff zu haben», konterte der Bundestrainer. Und: «Ehrlich gesagt habe ich keine Energie, mich um das zu kümmern, was der eine oder andere irgendwo sagt. Ich als Trainer habe eine andere Sichtweise auf die Dinge. Wir beurteilen die Spieler so, wie wir das für richtig halten. So etwas wird mich die nächsten Wochen nur am Rande interessieren», erklärte Löw am Montag bei der Pressekonferenz im deutschen EM-Quartier in Danzig.

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Scholl hat trotz seiner harschen TV-Kritik nichts gegen Mario Gomez. «Das ist überhaupt nicht der Fall. Ich bin Fan dieser Mannschaft, Gomez ist ein Teil von ihr», beteuerte ARD-Experte Scholl in der «Bild»-Zeitung. Zu seinem lockeren Spruch über Gomez in der TV-Analyse sagte Scholl nun: «So was nehme ich mir nicht vor. Dieser Vergleich ist mir spontan eingefallen. Die Kameras vergesse ich häufig.»

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Der ehemalige Nationaltorwart Toni Schumacher bezeichnete die Vorwürfe gegen Gomez am Montag im «Morgenmagazin» des ZDF als «überzogen». Gomez habe schließlich in der abgelaufenen Bundesliga-Saison 26 Tore für den FC Bayern München erzielt. «Andere haben viel größere Probleme», meinte Schumacher. Offen ist noch, ob Gomez am Mittwoch im zweiten Gruppenspiel der DFB-Auswahl gegen die Niederlande erneut von Beginn an spielen wird oder Klose in die Startelf zurückkehrt. dpa

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