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Einen Kampf um jeden Ball gab es im Hinspiel. Hier versuchen Nöttingens Felix Zachmann (links) und Demis Jung (am Boden) mit vereinten Kräften, GrunbachsManuel Hasel zu stoppen.Becker, PZ-Archiv
04.04.2013

Lokalduell Grunbach - Nöttingen im Zeichen des Abstiegskampfs

Nach dem Ende der Serien ist vor dem Lokalderby: Nur drei Tage, nachdem der TSV Grunbach erstmals seit sechs Fußballspielen wieder gewonnen und der FC Nöttingen erstmals seit acht Partien wieder verloren hat, stehen sich die Oberliga-Konkurrenten morgen um 14.00Uhr im Eichbergstadion gegenüber. Beim TSV fällt Dominik Salz aus – was der FCN nicht unbedingt als Vorteil sieht.

Bildergalerie: 0:0 im Derby FC Nöttingen gegen TSV Grunbach

„So soll es am Samstag natürlich weitergehen“, sagte Grunbachs Rechtsverteidiger Marco Schröder nach dem 3:0-Sieg am Mittwochabend gegen die TSG Balingen – ehe er schnell nachschob: „Aber gegen Nöttingen wird das natürlich deutlich schwieriger.“ Auch Schröders Trainer Teo Rus blickt respektvoll zum FCN, für den er von 2006 bis 2008 noch gemeinsam mit Felix Zachmann die Kickstiefel schnürte: „Nöttingen hat eine starke Mannschaft, die stehen nicht von ungefähr da oben.“ Jedoch habe auch Grunbach durch den Sieg Selbstvertrauen im Abstiegskampf getankt. „Das war teilweise schon ganz gut, aber wir brauchen viel mehr Kombinationen“, lautet Rus’ Marschroute für das Lokalduell.

Während Fabian Bäuerle wohl auch gegen Nöttingen im Tor stehen wird (Rus: „Er hatte nicht so viel zu tun, aber die Bälle, die aufs Tor kamen, hat er sicher gehabt“), müssen Rus und sein Trainerkollege Adis Herceg auf Dominik Salz verzichten: Der Angreifer hat gegen Balingen eine schwere Beckenprellung mit Verdacht auf einen Haarriss erlitten. „Das ist mit Sicherheit bitter, er ist einer unserer Leistungsträger und unser Torjäger“, klagt TSV-Coach Rus. „Aber da sind jetzt auch die Spieler gefordert, die hintendran stehen.“

Grunbach braucht jeden Punkt

Bildergalerie: Über 2000 Fans beim Derby FC Nöttingen - TSV Grunbach

Einen Vorteil für den FC Nöttingen sieht Trainer Michael Wittwer im Fehlen des Mittelstürmers nicht: „Schließlich hat Grunbach gegen Balingen auch ohne ihn noch drei Tore erzielt.“ Konsequenzen aus der 0:1-Niederlage beim FSV Bissingen wolle er nicht ziehen: „Wir haben 90 Minuten richtig gut gespielt, da gibt es keinen Grund, irgendetwas zu verändern“, sagt Wittwer, der bisher keine Verletzten zu beklagen hat. Vom Aufstiegsrennen will er derweil nichts mehr wissen: „Unser Ziel muss jetzt sein, unter die ersten vier zu kommen. Mehr nicht.“

Dagegen braucht Grunbach noch jeden Zähler im Abstiegskampf – so wie im Hinspiel: 0:0 stand es damals nach 90 Minuten. Vieles spricht dafür, dass dies nun anders wird. Zum einen erzielte der TSV Grunbach erstmals seit 265 Minuten wieder ein Tor. Zum anderen ist Nöttingens Trainer Michael Wittwer weiterhin von den Offensivqualitäten seiner Remchinger überzeugt: „Bissingens Trainer hat gesagt, dass wir die beste Mannschaft waren, die diese Saison dort gespielt hat. Dem ist nichts hinzuzufügen.“

Weitere Informationen zum Derby und zur Verletzung von Dominik Salz gibt es am Freitag auf Seite 13 der Pforzheimer Zeitung.