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Thomas Hell 
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Reiner Hell 

Macher vom Wolfsberg freuen sich mit Koepfer – Kritische Worte zu Zverev

Vor 13 Monaten hat Dominik Köpfer auf dem Pforzheimer Wolfsberg einen Einzel- und einen Doppelsieg gefeiert, nun hat sich der Schwarzwälder als Qualifikant ins Achtelfinale der US Open gespielt.

„Ich bin schon stolz darauf, dass er für uns gespielt hat“, sagt Thomas Hell, der Sportliche Leiter des Pforzheimer Zweitligisten. Hell hat mit Koepfer regelmäßig Kontakt, aber allenfalls eine vage Hoffnung auf ein Wiedersehen. Er geht davon aus, dass der 25-Jährige das Zeug hat, sich in den Top 100 der Welt zu stabilisieren und dass er alles daran setzen wird, das zu schaffen. Da Koepfer zudem in Tampa in Florida wohnt und wie Hell sagt „mit dem american way of life zurechtkommt“, spricht nichts dafür, dass Koepfer noch einmal für den TCW aufschlägt. Im Vorjahr wies er letztlich zwei Siege und zwei Niederlagen auf. Ob ihn die Pforzheimer nach 2018 und 2019 auch 2020 melden können, ist fraglich.

„Die Schlaghärte und die Schlagkonstanz sind sicher größer geworden“, meint Thomas Hell mit Blick auf Koepfer. Wenn es bei einem Spieler dann einmal gut laufe, sei die zunehmende Erfahrung ein Plus und es gäbe es immer weniger Grund zu zweifeln.

Auch Club-Präsident Reiner Hell ist von Koepfer angetan. „Schade, dass er diese Saison nicht für uns gespielt hat: Sonst hätten Boris Becker und vor allem Stach das sicher erwähnt.“ Die Fülle an Informationen, die Eurosport-Kommentator Matthias Stach bietet, begeistert Reiner Hell offensichtlich: „Wenn ein Spieler ins Blickfeld kommt, seziert der ja dessen komplettes Umfeld.“ Reiner Hell weiß noch, dass Stach vor vielen Jahren einmal für ein Gäste-Team beim TCW gespielt.

Von Alexander Zverev, der es als deutsche Nummer eins auch nur ins Achtelfinale schaffte, ist TCW-Präsident Hell nicht begeistert. Viele mit denen er spreche, hielten Zverev für arrogant. „Er macht auch zu viele Fisimatenten.“ Sein Neffe Thomas Hell sieht die Sache positiver: „Ich halte ihn für einen talentierten Spieler, der mir sympathisch ist. Was mir bei ihm nur fehlt, ist das Positiv-Emotionale.“ Einig sind sich die Hells darin, dass Zverev ein Grand-Slam-Turnier gewinnen kann, aber wohl nicht in näherer Zukunft. Der nächste Schritt sei es, regelmäßig gute Ergebnisse zu erreichen, wie bei den French Open zumindest ins Viertelfinale zu kommen.

Ralf Kohler

Ralf Kohler

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