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Hält Ausschau nach einem neuen Trainer und Verstärkungen fürs Team: VfB-Stuttgart-Sportvorstand Robin Dutt. Foto: Kastl
Hält Ausschau nach einem neuen Trainer und Verstärkungen fürs Team: VfB-Stuttgart-Sportvorstand Robin Dutt. Foto: Kastl
08.12.2015

Macht VfB Stuttgart mit Interimstrainer Jürgen Kramny bis zur Winterpause weiter?

Der VfB Stuttgart hat am Montagabend in Fellbach Weihnachten gefeiert. Überschwänglich war die Stimmung nicht angesichts der sportlich schwierigen Situation des schwäbischen Fußball-Bundesligisten. Aber eine „schöne Atmosphäre“ sei es gewesen, erzählt VfB-Sportvorstand Robin Dutt.Zwischendurch einmal auf andere Gedanken zu kommen, kann sicher nicht schaden. Das Alltagsgeschäft beansprucht Dutt ohnehin in einem hohen Maße, speziell die Suche nach einem neuen Trainer.

Dutt lässt durchblicken, dass er es sich vorstellen kann, mit Interimstrainer Jürgen Kramny bis Weihnachten weiterzuarbeiten. Parallel dazu läuft die Suche nach einem neuen Coach. Eine für Dutt und den VfB eminent wichtige und richtungsweisende Aufgabe. Und vielleicht die letzte Chance, die Talfahrt zu stoppen. „Wir suchen einen Trainer, der mit der aktuellen Situation klarkommt und der langfristig unseren Weg mitgeht“, umschrieb Dutt das Anforderungsprofil.

Mit anderen Worten: Der Neue soll den VfB vor dem Abstieg bewahren und gleichzeitig endlich den Grundstein für eine sportlich bessere Zukunft legen. Dutt betont, dass der VfB einen gewissen Anspruch hat, was das Renommee des künftigen Mannes auf der Trainerbank betrifft. Ein unerfahrener Coach á la Alexander Zorniger wird es demnach wohl nicht wieder werden. Und ein Feuerwehrmann vom Schlag eines Huub Stevens kommt auch nicht in Frage. Der VfB verfügt laut Dutt in der Trainerbranche über genügend Strahlkraft. Allerdings räumt er ein, dass es schwierig sei, einen Trainer mit Champions-League-Ambitionen zu überzeugen. Damit könnte Lucien Favre schon fast aus dem Rennen zu sein. Oder doch nicht?

Jedenfalls wird der kommende Trainer – wie namhaft er auch sein mag – gewisse Bedingungen stellen. In erster Linie an die Qualität des kickenden Personals. „Wir werden im Winter schauen, ob wir den Kader verstärken können. Dabei müssen wir natürlich auch die finanzielle Machbarkeit prüfen“, erklärte Dutt. Handlungsbedarf besteht nicht nur in der Abwehr, sondern in allen Mannschaftsteilen. Auch im Angriff. Denn nach wie vor ist offen, wann Stürmer Daniel Ginczek (Bandscheibenverletzung) wieder voll einsatzfähig ist. Dutt schließt ein Leihgeschäft nicht aus. Möglicherweise ist der in Leverkusen auf die Ersatzbank verbannte Stefan Kießling ein Kandidat.

Mit Leverkusen – und neuerdings auch mit Wolfsburg – in Verbindung gebracht wird VfB-Spielmacher Daniel Didavi. Ihn in der Winterpause zu verkaufen, wäre eine Option, die finanziell sicher lukrativ, für Dutt aber aus sportlicher Sicht offenbar nicht in Frage kommt. „Es ist unwahrscheinlich, dass uns Daniel Didavi im Winter verlässt“, sagt der Sportvorstand.

Mehr zum VfB Stuttgart im Sport-Dossier auf PZ-news.