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Umbruch beim Bilfinger Team: Neu sind (hinten von links) Trainer Marco Thürer, Mete Yüksel, Dennis Schneider, Gvinthan Navaneethakrishnan und der Sportliche Leiter Steffen Domes, sowie (vorne von links) Mesut Batzmaz, Valentino Di Grigoli, Davide Micchiché, Manuel Pajzer und Dennis Kral. Koller 

Mannschaft des TuS Bilfingen mit neuem Gesicht

Der Verbandsliga-Absteiger will nach dem Umbruch in der Landesliga durchstarten. Beim TuS Bilfingen hat eine Zäsur stattgefunden. Nach dem Abstieg aus der Fußball-Verbandsliga und dem Abgang von Spieltrainer Dejan Svejtlanovic muss sich der Verein in der Landesliga neu ausrichten. Das tut der Verein mit einer ganzen Reihe von Personalwechseln, auf und neben dem Platz.

Der Wandel beginnt bei den Vereinsstrukturen. Sportvorstand Joachim Kleiner hat sich mit Steffen Domes (56) einen neuen Mann als Sportlichen Leiter an seine Seite geholt. Und mit Marco Thürer (41) aus Speyer hat der Club einen Trainer verpflichtet, der im Fußballkreis Pforzheim noch ein unbeschriebenes Blatt ist. Zehn Abgänge und zehn Neuzugänge werden zudem der Mannschaft ein neues Gesicht verleihen.

„Mit einem Mittelfeldplatz können wir sicher nicht zufrieden sein. Platz eins bis fünf sehen wir als realistische Zielsetzung“, sagt Steffen Domes, weiß aber auch, dass der Umbruch eine Herausforderung ist. „Es wird wichtig sein, wie es gelingt, die Neuzugänge zu integrieren“, weiß Joachim Kleiner.

„In kleinen Schritten“

Eine Mannschaft, die jünger wird und in der Talente anstelle von fertigen Spielern integriert werden müssen – darin sieht Domes die hauptsächliche Anforderung an Marco Thürer. Genau deshalb haben sie einen Trainer geholt, der in der Vergangenheit gerade und vor allem im Juniorenbereich tätig war. Der will sich vor den ersten Übungseinheiten nicht zu weit aus dem Fenster lehnen: „Erst muss ich einmal die Spieler kennenlernen. Da geht es nur in kleinen Schritten voran“, sagt der 41-Jährige. Auch mit Systemfragen will sich der Coach nach eigener Aussage noch nicht zu sehr beschäftigen: „Ich muss erst sehen, für welche Systeme ich die nötigen Spieler habe.“

Bauen kann Thürer beim Neuanfang aber auch auf ein Gerüst altgedienter Spieler wie Torhüter Bünyamin Karagöz, Abwehrmann Rico Reichenbacher, Kapitän Benjamin Krause und Torjäger Oguzhan Celebi. Neue Alternativen gibt es für alle Mannschaftsteile. Manuel Pajzer vom FSV Eisingen ist ein junger Torhüter, Abwehrspieler Mesut Batmaz kommt ebenso vom FV Gondelsheim wie die Mittelfeldspieler Murat Cukadaroglu und Dennis Kral. Im Mittelfeld könnten aber auch Dennis Schneider vom FC Nöttingen oder Gvinthan Navaneethakrishnan (Büchenau) – der Tamile mit dem langen Namen wird kurz „Divi“ gerufen. Mit Serkan Akin, Valentini di Grigoli, Mete Yüksel und Philipp Egle gibt es aber auch und gerade in der Offensive eine ganze Reihe neuer Alternativen.

Jetzt geht es für Bilfingen erst einmal darum, sich in der neuen Spielklasse zu etablieren. Dass man die Landesliga für stark besetzt hält, daraus macht man auf dem Schalkenberg keinen Helh. Mit Östringen, Espanol Karlsruhe, Langensteinbach, Reichenbach, Grunbach und Birkenfeld schätzt man gleich sechs Teams als stark genug für die Spitzenplätze ein. Aber Steffen Domes glaubt auch an die eigene Mannschaft. „Wir haben einiges vor. Und ich bin auch guter Dinge, dass wir einiges erreichen können“, sagt der neue Sportliche Leiter.

Die PZ stellt in loser Folge die sieben Landesligisten aus dem Fußballkreis vor. Folge zwei beschäftigt sich mit dem TuS Bilfingen.