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Voller Einsatz: Für Fabian Hambüchen und sein Team geht es bei der WM um die Olympia-Qualifikation. Foto: Murat
Voller Einsatz: Für Fabian Hambüchen und sein Team geht es bei der WM um die Olympia-Qualifikation. Foto: Murat
23.10.2015

Marcel Nguyen und Andreas Bretschneider: Noch nicht Vollgas bei Turn-WM

Glasgow. „We are ready to rock!!!“ – bei der Ankunft im verregneten Glasgow posteten die deutschen Turn-Recken zuversichtlich ihre Parole via Facebook. Doch schon nach dem Podiumturnen in der Hydro Arena überzogen Zweifel die Gesichter. Eine Vielzahl an Stürzen ließ die Sorgen von Cheftrainer Andreas Hirsch wachsen.„Jeder hat so seine Problemchen, wir sind ein sehr altes Team. Uns geht der Arsch auf Grundeis, aber genau das brauchen wir für die WM“, meinte Fabian Hambüchen, der am Samstag verbunden mit dem Vorkampf seinen 28. Geburtstag feiert.

Der mit 26 internationalen Medaillen erfolgreichste deutsche Turner ließ sich auch nicht aus der Ruhe bringen, als er beim Podiumtraining viermal vom „Zitterpferd“ stürzte. „Ich habe an den anderen Geräten zuvor viel gemacht, war am Ende platt. Am Sonntag ist das kein Problem“.

Da Marcel Nguyen und Andreas Bretschneider, die für Bundesligist KTV Straubenhardt turnen, nach Operationen pausieren mussten, gehen sie auf Nummer sicher. Der Olympia-Zweite Nguyen verzichtet auf seinen spektakulären Tsukahara-Abgang. Bretschneider wird den von ihm kreierten Doppelsalto mit zwei Schrauben am Reck, nicht turnen. Das lässt die Chancen aufs Finale schwinden.

Hambüchen hat seinen Cut am Bizeps auskuriert. Am Reck ist er ein Medaillenkandidat.