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Das Finish der Favoriten: Sieger Markus Nippa sprintete als Erster durch die Lichtschranke.
Das Finish der Favoriten: Sieger Markus Nippa sprintete als Erster durch die Lichtschranke.
Mehr als 120 Läuferinnen und Läufer nahmen bei Ranntallauf die 10 Kilometer lange Strecke in Angriff.  Zachmann
Mehr als 120 Läuferinnen und Läufer nahmen bei Ranntallauf die 10 Kilometer lange Strecke in Angriff. Zachmann
03.07.2017

Markus Nippa gewinnt Ranntallauf und damit auch Volkslaufserie

Da hatten die anfeuernden Zuschauer des Nöttinger Ranntallaufs am Samstagabend nicht lange Zeit, nach dem Startschuss genüsslich in ihre Bratwurst zu beißen: Bereits nach einer guten halben Stunde raste der erste Läufer zur finalen Runde der zehn Kilometer langen Laufstrecke auf den Platz des TV Nöttingen und überquerte nach rekordverdächtigen 33:44 Minuten das Ziel.

Es war der 41-Jährige Markus Nippa vom TV 1834 Pforzheim, der sich mit insgesamt drei Teilnahmen im fünften von sechs Läufen des Volkslauf-Cups der Sparkasse Pforzheim-Calw damit den Cup-Sieg vorzeitig sicherte.

Dabei war ihm sein schärfster Konkurrent Jens Santruschek, der Vorjahressieger des Ranntallaufs (damals 35:35 Minuten) und des S-Cups, zunächst voraus. Bei der Getränkestation an der Großen Eiche, kurz vor der Hälfte der Strecke über Waldböden und Asphalt, hatte sich Santruschek allerdings für einen Durstlöscher entschieden – während Nippa an ihm vorbeizog. Als Santruschek (Team Intersport Heidelsheim und Kinostar Bretten) nach fast 35 Minuten auf den Sportplatz einbog und seinen Konkurrenten bereits hinterm Ziel erblickte, fragten sich einige Zuschauer erstaunt, warum er die letzten Meter vor der Linie abrupt abbremste und die letzten Schritte im lockeren Tempo langsam vorwärts ging, um das Ziel als sicherer Zweitplatzierter nach 35:24 Minuten zu erreichen.

Ging ihm dabei die im Zuge der neuen Cup-Regeln theoretisch-taktische Chance durch den Kopf, aus dem Ranntallauf auszusteigen, sich nach dem Illinger Lauf kein zweites Mal von Nippa besiegen zu lassen und diesen im Oktober beim letzten Cup-Lauf im Heckengäu nochmals herauszufordern? „Nein, das hätte ich nicht bringen können“, erklärte Santruschek als fairer und zufriedener Zweitplatzierter – vor Roland Golderer vom RSV Schwalbe Ellmendingen (36:40). Während Santruschek im spürbaren Seitenwind eine Erklärung für den Zeitverlust suchte, war Nippa rundum zufrieden mit dem leicht bewölkten Himmel und den mäßigen Temperaturen: „Die Bedingungen waren supertoll und ich konnte beim Einstieg das perfekte Tempo finden“, freute sich der Pforzheimer, der das Karibische Sportfest des Vereins zum Feiern nutzte.

Aber auch Santruschek, dem der zweite Platz im Gesamtcup und der erste seiner Altersgruppe nun so gut wie sicher sind, hatte am Samstag allen Grund zum Feiern, schließlich lagen die Kostüme fürs Brettener Peter-und-Paul-Fest schon griffbereit im Kofferraum. Dort hatte er sich damals in seine Freundin Stephanie Fischer aus Schellbronn verliebt, die in Nöttingen übrigens trotz Verletzung als drittbeste Frau nach 44:14 Minuten übers Ziel lief. Den Sieg der Frauen, wohl auch im S-Cup, sicherte sich Carmen Keppler vom SV Oberkollbach mit 42:27 Minuten, dicht gefolgt von Nadja Rothweiler (Irrläufer Mühlacker, 42:49 Minuten): „Mit Nadja hatte ich eine gute Wettkampfpartnerin, wir haben uns gegenseitig unterwegs immer wieder angespornt.“

„Das war für uns ein richtig spannendes Ereignis“, freute sich der TVN-Vorsitzende Hubert Bittighofer, der zusammen mit seinem Team das Startsignal für 94 Läufer und 27 Läuferinnen geben durfte, unter denen sich neben zielstrebigen Spitzensportlern auch ambitionierte Freizeitsportler befanden – wie die „Dennacher Turboschnecken“ Saskia Karcher (Platz 18 der Frauen) und Karina Kull (Platz 24): „Wir laufen hobbymäßig viel zusammen – und da motiviert es einen einfach noch mehr, wenn man bei so einem Rennen mitmacht.“