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Immer am Limit: Für Martin Diebold vom SSV Huchenfeld gehören vor allem Radfahren und Laufen zu den Lieblingsdisziplinen beim Triathlon. privat
Immer am Limit: Für Martin Diebold vom SSV Huchenfeld gehören vor allem Radfahren und Laufen zu den Lieblingsdisziplinen beim Triathlon. privat
Ganz in seinem Element: Physiotherapeut Martin Diebold knetet auf Fuerteventura einen „Ironman“ durch.
Ganz in seinem Element: Physiotherapeut Martin Diebold knetet auf Fuerteventura einen „Ironman“ durch.
Glücklich nach seinem bisher größten Erfolg als Triathlet: Martin Diebold (Zweiter von links) feiert seinen dritten Platz beim Ludwigsburger Citytriathlon, den Nils Frommhold (in Blau) vor Lukasz Wojt gewann; links der Veranstalter.
Glücklich nach seinem bisher größten Erfolg als Triathlet: Martin Diebold (Zweiter von links) feiert seinen dritten Platz beim Ludwigsburger Citytriathlon, den Nils Frommhold (in Blau) vor Lukasz Wojt gewann; links der Veranstalter.
31.03.2017

Martin Diebold vom SSV Huchenfeld bastelt an seiner Ironman-Karriere

Langeweile kennt Martin Diebold nicht. Im Training setzt er immer neue Reize. Zu Lande, im Wasser oder auch auf dem Fahrrad. Beim Abspulen von zig Trainingskilometern in der Woche ist Abwechslung gefragt. Ortsschilder-Sprints ist da so eine Methode. Wenn Diebold seine 70-Kilometer-Einheiten mit der Rennmaschine durch den Schwarzwald absolviert, drückt er nicht nur auf den Landstraßen aufs Tempo, sondern zieht nach dem Passieren der Ortsmarken auch noch ein paar Meter kräftig an. „So vergeht die Zeit wie im Fluge“, sagt der 25-Jährige und grinst.

Martin Diebold ist gut gelaunt. Im Gespräch mit der PZ ist er zum Scherzen aufgelegt. Er lacht viel. Er wirkt ausgeglichen. Ruhig. Was nicht ungewöhnlich ist für einen Ausdauerathleten mit einem Ruhepuls von 46 Schlägen pro Minute.

Immer vorneweg gelaufen

Laufen war schon immer Diebolds große Leidenschaft. Als Jugendlicher sahen die Mitschüler bei den Bundesjugendspielen nur seine Hacken. Als 16-Jähriger lief er beim VfL Sindelfingen über die 800- und 1500-Meter-Distanz der Konkurrenz davon. Irgendwann stockte jedoch die Entwicklung. „Den nächsten Sprung habe ich nicht geschafft“, erklärt Diebold.

Es musste eine neue Herausforderung her für den gelernten Sportphysiotherapeuten, der in Aurich (Vaihingen/Enz) aufgewachsen ist und dort wohnt. Bei einer Fortbildung lernte er Michael Söldner kennen. Trainer der deutschen Triathlon Union und gleichzeitig Coach des Triathlonteams vom SSV Huchenfeld. Dieser formte Diebold innerhalb von zwei Jahren vom Läufer zum Triathleten um.

National mischt das Ausdauer-Ass seitdem mit den Huchenfeldern in der 2. Landesliga mit, doch für Diebold ging es schon kurze Zeit später weiter hinaus.

Über ein paar Ecken lernte er Sebastian Kienle kennen. Mit dem Ironman-Weltmeister von 2014 verstand er sich auf Anhieb bestens. Und der Zufall wollte es, dass Kienle – gerade Achter beim Ironman auf Hawaii geworden – zu dieser Zeit einen persönlichen Sportphysiotherapeuten suchte. Im Oktober 2015 war die Zusammenarbeit beschlossene Sache.

Mit Sebastian Kienle ging es raus in die große weite Sportwelt. Nach Fuerteventura, in die USA oder auch nach Hawaii. Täglich behandelte Diebold den Weltklasse-Triathleten aus Mühlacker. Aber er trainierte auch mit ihm. „Dadurch konnte ich Sebastian gut beobachten. Mögliche Schonhaltung bei ihm entdecken und darauf reagieren“, erzählt Diebold. Ein Nebeneffekt blieb natürlich nicht aus: „Meinen eigenen Trainingsumfang habe ich extrem nach oben geschraubt. Ich schnupperte erstmals Profi-Luft. Das hat mich fasziniert. Das hat das Feuer in mir für den Sport endgültig entfacht.“

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