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Stuttgart - Dortmund 0:0 © dpa
03.11.2012

Meister Dortmund tritt auf der Stelle: Nur 0:0 gegen VfB Stuttgart

Borussia Dortmund hat die Generalprobe für das Gipfeltreffen in der Champions League bei Real Madrid verpatzt. Drei Tage vor dem Spiel beim spanischen Rekordmeister kam das Team von Trainer Jürgen Klopp nicht über ein 0:0 gegen den VfB Stuttgart hinaus und brachte sich damit um die Chance, dem Tabellendritten Frankfurt näher zu kommen.

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Anders als beim spektakulären 4:4 in der Vorsaison geizten beide Teams vor 80 645 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park diesmal mit Toren. Dennoch boten sie einen unterhaltsamen offenen Schlagabtausch, in dem der VfB zum fünften Mal in Serie ohne Niederlage blieb.

Wie sehr das Selbstvertrauen der Stuttgarter in den vergangenen Wochen gewachsen ist, bekam der BVB von Beginn an zu spüren. Denn die Gäste beschränkten sich nicht auf die Torsicherung, sondern lieferten sich mit dem Double-Sieger einen offenen Schlagabtausch. Bei zwei Chancen binnen einer Minute (6./7.) durch Christian Gentner und Martin Harnik war die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia der frühen Führung nahe.

Der couragierte Auftritt der Schwaben bereitete der Borussia Probleme. Gehandicapt durch den frühen Ausfall von Kapitän Sebastian Kehl, der in der 20. Minute nach einem Foul von Raphael Holzhauser mit einer Schwellung unterhalb des linken Auges ausgewechselt werden musste, fand sie nur schwer ins Spiel. Bis auf einen Fernschuss von Marcel Schmelzer nur knapp am Tor vorbei, blieben Möglichkeiten zunächst Mangelware.

Erst allmählich erhöhte Dortmund den Druck: Nach Eckball von Marco Reus lenkte VfB-Keeper Sven Ullreich einen Schuss von Mats Hummels (29.) an die Latte, den anschließenden Kopfball des BVB-Manndeckers klärte Arthur Boka auf der Linie. Dennoch blieb Stuttgart ein unbequemer Gegner. Nur vier Minuten später traf Harnik nach einem mustergültigen Konter den Ball in aussichtsreicher Position nicht richtig. Wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff prüfte Ibrahima Traoré BVB-Keeper Roman Weidenfeller.

Auch nach Wiederanpfiff blieb das Spiel offen. Dortmund drängte auf den ersten Treffer, Stuttgart überzeugte mit starker Defensive und hoher Spielkultur. Nach mustergültigem Pass von BVB-Regisseur Ilkay Gündogan scheiterte der kurz zuvor eingewechselte ehemalige Stuttgarter Julian Schieber (60.) am starken Ullreich. Doch auch für die Schwaben schien der Sieg zum Greifen nahe: So scheiterte Torjäger Vedad Ibisevic (74.) aus drei Metern an BVB-Torhüter Weidenfeller. Und kurz vor dem Abpfiff hätte beinahe Sascha Lewandowski (89.) den BVB zum Erfolg geführt, doch sein Schuss landete nur an der Latte. dpa