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Ralph Augenstein hielt gegen Buckenberg II seinen Kasten sauber.
Ralph Augenstein hielt gegen Buckenberg II seinen Kasten sauber. © Hennrich, PZ-Archiv
13.03.2018

Mit 49 Jahren 180 Minuten im Einsatz: Kieselbronner Torhüter topfit

Kieselbronn. Mit 49 Jahren beendet so mancher schon mal seine Fußballerkarriere bei den „Alten Herren“. Torhüter Ralph Augenstein verschwendet mit 49 Jahren noch keinen Gedanken daran, überhaupt in die „AH“ zu wechseln.

Der Spielertrainer des 1. FC Kieselbronn II ist mit fast 50 immer noch topfit. So fit, dass er am vergangenen Wochenende sogar gleich zwei Spiele hintereinander bestritt. Erst mit seiner zweiten Mannschaft in der B-Klasse gegen den FSV Buckenberg III (Endstand 3:3), gleich im Anschluss stand der Keeper bei der ersten Mannschaft in der A-Klasse gegen Buckenberg II zwischen den Pfosten und hielt beim 8:0-Kantersieg seinen Kasten sauber.

„Ralph ist unverwüstlich“, ist Hakan Göktürk begeistert. Der Trainer der Ersten griff auf Augenstein zurück, da seine beiden etatmäßigen Schlussmänner Roman Fröhlich sowie Ilman Chamsatov beruflich beziehungsweise privat unterwegs waren.
„180 Minuten in meinem Alter, das war schon cool“, meint Ralph Augenstein nach seiner Doppelbelastung. Die drei Gegentore in der Zweiten „nervten“ ihn schon. Nach dem Spiel verschwand er kurz in der Kabine, verschlang eine Banane, dann ging’s raus mit der Ersten. Sein Körper war da noch auf Betriebstemperatur, aber „Ralph braucht sich eigentlich gar nicht warm machen“, meint Hakan Göktürk, „trotz seiner 49 Jahre ist er immer gleich on fire.“

Als Spieler (TG Stein) und Spielertrainer (u.a. TSV Maulbronn, TSV Großglattbach, 08 Mühlacker, jetzt Kieselbronn) hat „Auge“ schon viel erlebt. Für immer in Erinnerung bleiben wird ihm die Partie mit 08 gegen Ispringen, in der Augenstein einen Elfmeter seines Sohnes Kevin hielt.

Im Mai wird der Torhüter nun 50. Vielleicht wird er bis dahin noch weitere Doppeleinsätze haben. Priorität hat aber natürlich der Klassenerhalt mit der Kieselbronner-Reserve (Platz 10) in dieser Saison. Und eines ist gewiss: auch mit 50 sind für Ralph Augenstein die „Alten Herren“ noch kein Thema.