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Konzentriert in den entscheidenden Szenen: Robin Kraski. Becker 
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Ein Dankeschön von Trainer Dubravko Kolinger: Leutrim Neziraj (rechts). 
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Dicht dran am Mann: Niklas Kolbe (hinten) gegen Homburgs Kai Hesse. 

Mit Bauchgefühl zum Erfolgserlebnis - Kraski, Kolbe und Neziraj überzeugen beim FCN

Mit bewährten Kräften zu den ersten Punkten – der FC Nöttingen hatte als Aufsteiger einen starken Einstand in die Regionalliga Süd. Beim 2:1 (1:0)-Erfolg daheim gegen den hoch eingeschätzten ehemaligen Erstligisten FC Homburg setzte der neue Trainer Dubravko Kolinger ausschließlich auf Spieler, die bereits vergangene Saison in der Oberliga zum FCN-Kader zählten.

Leutrim Neziraj vertane Chance-2
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FC Nöttingen - FC 08 Homburg

Mit Mattia Maggio und Jonas Bergmann saßen zwei Neuzugänge auf der Bank, kamen aber nicht zum Einsatz. Die Story der Partie schrieben drei Spieler, von denen zwei etwas überraschend in der Startelf saßen und einer zunächst auf die Bank musste.

Robin Kraski: Im Laufe der vergangenen Saison hatte der Torhüter seinen Stammplatz an den Kollegen Andreas Dups verloren, jetzt kehrte er zurück – und hielt sein Team mit mehreren Glanzparaden im Spiel. Dabei hatte sich Kolinger mit der Vergabe des Platzes zwischen den Pfosten nicht leicht getan. „Das war meine schwerste Entscheidung, denn beide waren von der Leistung her gleichauf“, gestand der FCN-Trainer ein. Nach der Beratung mit dem Trainerteam erhielt dann Kraski den Vorzug. „Eine Bauchentscheidung“, sagt der Coach. Und sein Bauchgefühl hat ihn bei seinen Personalien an diesem Tag nicht getrogen. Nur beim späten Gegentor war Kraski machtlos. Zunächst klärte er stark gegen Chadli Amri, dann aber sprang der Ball vom eigenen Mitspieler Simon Frank doch noch ins Tor (82.).

Leutrim Neziraj: Das 1:0 durch Mario Bilger hat er vorbereitet (40.), das 2:0 selbst erzielt (49.). „Das nennt man Matchwinner, oder“, strahlte der Angreifer nach dem Schlusspfiff, um sogleich die Mannschaftsleistung hervorzuheben. Dass der Angreifer zunächst nur auf der Bank saß, lag auch daran, dass er vergangene Woche aus privaten Gründen nicht viel trainieren konnte. Als sich dann Niklas Hecht-Zirpel mit einem Ziehen im linken Oberschenkel frühzeitig verabschiedete, kam Nezirajs Zeit. Der Joker kam, sah und siegte – und hofft, nicht mehr allzu oft als Joker von der Bank kommen zu müssen. Später fing sich der Stürmer aber auch noch einige Rüffel der Mitspieler ein. „Da habe ich zu viel gefummelt“ räumt er die eine oder andere eigensinnige Aktion selbstkritisch ein.

Niklas Kolbe: Vergangene Saison kam der junge Abwehrmann in der Oberliga nur selten über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus. Jetzt ist er in der Regionalliga plötzlich Stammkraft im Abwehrzentrum. „Wenn die Mannschaft funktioniert, funktioniere auch ich“, erklärte der 19-Jährige später seinen abgeklärten und souveränen Auftritt ganz lakonisch. Von Vater Norbert Kolbe, früher selbst ein guter Fußballer und heute Trainer in Niefern, gab es keine Tipps, doch der Senior war später sichtlich stolz auf seinen Sohn: „Ich habe ihm einiges zugetraut, aber dass er so gut ist, habe ich nicht erwartet.“