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27.04.2012

Mit Extra-Training und Sonderbussen zum Rugby-Halbfinale

Frankfurt/Pforzheim. Nach ewigem Hin und Her ist die Frage, wo das Rugby-Halbfinale stattfindet, endlich geklärt: Der TV Pforzheim trifft am Samstag um 14.00 Uhr in Frankfurt auf den Vizemeister der vergangenen beiden Spielzeiten: den SC 1880 Frankfurt. Unter Protest allerdings. Denn der TVP akzeptiert eine Zwei-Punkte-Strafe des Deutschen Rugby-Verbands nicht, die den Pforzheimern das Heimrecht im Halbfinale geraubt hat. Mit nach Frankfurt fahren Sonderbusse mit TVP-Fans, die den Grün-Weißen die Daumen drücken.

Unter dem Motto „Jetzt erst recht“ fahren die Pforzheimer in die Main-Metropole – und glauben fest daran, den Schritt ins Finale machen zu können. Die Spieler absolvierten in den letzten beiden Wochen mehr Trainingseinheiten als üblich, so dass Trainer Lofty Stevenson der Mannschaft den nötigen Feinschliff verpassen konnte. Und doch erwartet der TVP in Frankfurt einen ganz heißen Tanz. In der laufenden Runde konnten die Pforzheimer die Hessen zu Hause mit 27:17 besiegen, unterlagen aber im Rückspiel in Frankfurt mit 49:7.

Bei der Pleite fehlten jedoch unter anderem Russel Kupa, Jeremy Te Huia und Scott Bain verletzungsbedingt. Frankfurts Manager Uli Byszio vermeldet derzeit nur den verletzungsbedingten Ausfall von Nationalspieler Alex Hauck, der nach Pforzheimer Informationen aber auflaufen wird.

Byszio rechnet damit, dass die Verlegung des Halbfinales nach Frankfurt bei den Pforzheimern noch mal eine extra Portion Kampfgeist hervorruft. Die Stärken von Pforzheim sieht er in der schnellen Hintermannschaft und in Spielmacher Russell Kupa, der einst Frankfurt zum Titel gekickt hat. Trotzdem wird Byszios Meinung nach der SCF das Halbfinale gewinnen. Sein Tipp: ein Frankfurter Erfolg mit drei Punkten Vorsprung.

Die Pforzheimer ihrerseits sehen die Stärken des Gegners im guten Unterstützungsspiel und den damit verbundenen schnellen Richtungswechseln im Angriff. Der TVP zeigt sich zuversichtlich,dieses mit aggressiver Verteidigung unterbinden zu können. Die Goldstädter sehen sich am Ende mit fünf Punkten vorne. uh

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