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Die Teilnehmer der Technikschulung hatten viel Spaß. 

Mit Fleiß und Humor in Richtung Halbmarathon: Teilnehmer von „Lauf geht‘s“ feilen im Enzauenpark an ihrer Lauftechnik

Pforzheim. Mal hüpfend, mal auf Zehenspitzen laufend oder auch mal seitlich tänzelnd haben sich die Teilnehmer der Aktion „Lauf geht’s“ beim Techniktraining im Enzauenpark fortbewegt. Die drei intensiven Stunden mit Trainerin Bianca Dicker von Sport-einmalig aus Königsbach-Stein, haben die Verbesserung der Lauftechnik zum Ziel gehabt.

„Es ist wirklich toll zu sehen, wie sie sich entwickeln und Spaß haben“, freute sich die Trainerin über die Fortschritte von 28 Laufbegeisterten. Zuvor hatte Bianca Dicker viele Übungen gezeigt und dargelegt, wie man die Muskulatur stärkt, um die Lauftechnik überhaupt verbessern zu können. „Wer schwätzen kann, hat noch Luft zum Trainieren, der macht alles richtig“, scherzte sie und hatte auch sonst viele lustige Sprüche und motivierende Worte parat.

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Mit viel Elan bei der Sache: „Lauf-geht’s“-Trainerin Bianca Dicker.

„Das Training ist keine Komfortzone, die Komfortzone befindet sich nach dem Training auf dem Sofa“, gab es ebenfalls zu hören. In lockerer Atmosphäre schaffte es Bianca Dicker, Anfänger und Fortgeschrittene spüren zu lassen, was kleine Veränderungen im Bewegungsablauf bewirken. „Ich glaube eure Waden denken morgen noch an mich“, sagte sie nach einer Einheit zur Stärkung der Wadenmuskulatur. Außerdem gab sie den guten Rat, zuhause viel barfuß zu laufen, um die Fußmuskulatur nicht verkümmern zu lassen.

Corona-Abstandsvorgaben immer im Blick

Die Läufer probierten nach einigen Übungsrunden den Fersenlauf und den Vorfußlauf aus und kombinierten dies zum Mittelfußlauf. Und immer wieder hörten sie: „Kopf hoch, Schultern zurück, Arme an die Seite, Hände geschlossen und Abstand halten.“ Letzteres zielte auf die Corona-Abstandsvorgaben.

„Sehr schön, ich bin stolz auf euch“, freute sich Bianca Dicker so laut, dass es auch wirklich alle Teilnehmer hören konnten. „Jeder Trainingslauf bringt euch ein Stück weiter“, erinnerte sie an das Ziel, einen Halbmarathon zu laufen. Doch sie betonte, dass das alles zugleich Gesundheitsvorsorge sei. „Wer keine Zeit für Fitness hat, hat später viel Zeit für Krankheit“, so ein weiterer guter Rat von Dicker.

Teilnehmer von der eigenen Entwicklung begeistert

„Das ist eine Entwicklung, die ich nie für möglich gehalten hätte“ sagte Gabriela Friebele aus Ellmendingen, die vor 18 Wochen als Anfängerin mit „Lauf geht’s“ gestartet ist. „Ich habe zwar eine gewisse Sportlichkeit, aber Laufen war früher nie meins. Den Spaß, den Bianca vermittelt, tröstet mich über gewisse Strapazen hinweg.“

Petra Stammberg aus Pforzheim hat ebenfalls mit „Lauf geht’s“ angefangen. „Mit der richtigen Technik fühlt es sich viel leichter an“, freute sie sich über ihren Fortschritt. „Man merkt ja selber nicht, welche Lauffehler man macht“, sagte Peter Genzel aus Straubenhardt. „Der Workshop hat mir viel gebracht.“

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Bildergalerie

Teilnehmer der Aktion "Lauf geht's" feilen im Enzauenpark an ihrer Lauftechnik

Zum Abschluss vermittelte die Trainerin Binca Dicker den Teilnehmern sogar das Gefühl eines Zieleinlaufs. Beim Spalierlauf wurde jeder Einzelne von den Mitstreitern beklatscht und bejubelt – ein motivierender Vorgeschmack, der das Ziel Halbmarathon nochmals vor Augen führte.