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CfR Pforzheim

Ausgelassen jubeln will Joao Tardelli (Mitte) mit seinen Jungs auch im neuen Jahr.  Fotos: Becker, Ripberger(2)
Ausgelassen jubeln will Joao Tardelli (Mitte) mit seinen Jungs auch im neuen Jahr. Fotos: Becker, Ripberger(2)
Stanley Ratifo (mittleres Foto) soll für Tore sorgen, damit Trainer Gökhan Gökce zufrieden ist.
Stanley Ratifo (mittleres Foto) soll für Tore sorgen, damit Trainer Gökhan Gökce zufrieden ist.
05.12.2018

Mit guter Laune oben angreifen: 1. CfR Pforzheim hat sich gefangen

Pforzheim. Nach dem Umbruch im Sommer 2007 und dem Kampf um den Klassenerhalt bis kurz vor Schluss in der anschließenden Saison wollte der 1. CfR Pforzheim in dieser Runde nicht noch einmal zittern müssen.

Anfangs sah es nicht so gut aus, doch die Mannschaft hat sich gefangen und fürs neue Jahr einiges vorgenommen. Die PZ blickt zurück und wagt einen Ausblick.

Warum lief es zu Beginn der Saison nicht wie gewünscht?

Die Mannschaft musste sich erst finden. Trainer Gökhan Gökce hatte zwar keinen großen Umbruch zu bewerkstelligen, er musste aber immerhin mit Bogdan Cristescu, Tim Oman, Stanley Ratifo, Daisuke Ando und Johnathan Zinram einige Neue ins Team einbauen. Das dauert seine Zeit, erst recht, wenn Spieler verletzt sind. „Einige mussten sich auch erst noch in der Liga zurechtfinden“, blickt Gökce zurück. Und der CfR-Vorstandsvorsitzende Markus Geiser fügt hinzu: „Die Oberliga ist keine Bananenliga. Die Kickers, Freiberg, Bissingen und Nöttingen sind gut aufgestellte Mannschaften. Dennoch ist die Liga extrem ausgeglichen. Das macht sie in dieser Saison sehr spannend.“

Wo drückte dem CfR in der Hinrunde besonders der Schuh?

Im Angriff. Dominik Salz kann es eben nicht immer alleine richten. Der CfR zeigte gute Spiele, war aber oft im Abschluss zu harmlos. Abwehrspieler Bogdan Cristescu war eine Zeit lang bester CfR-Torschütze. Mittlerweile haben Dominik Salz und Stanley Ratifo (jeweils 4) zu ihm aufgeschlossen. Insgesamt haben die Pforzheimer 23 Tore geschossen, aber auch 20 Gegentreffer kassiert. „Uns hat auch oft das Glück gefehlt“, so Gökce.

War der Knall mit Kushtrim Lushtaku, also die Attacke des Spielers auf Trainer Gökhan Gökce und die darauffolgende fristlose Kündigung des Kickers, so etwas wie der Knotenlöser für die CfR-Mannschaft?

Gut möglich. Die internen Reibereien sind vorbei. Seit dem Vorfall am 6. Oktober im Heimspiel gegen Ilshofen hat der CfR nur noch eine Partie verloren und holte in acht Spielen 17 Punkte. Davor waren es in neun Partien nur 13 Punkte. Auch Markus Geiser sagt: „Die Stimmung innerhalb der Mannschaft ist so gut wie noch nie.“

Wie hat Trainer Gökhan Gökce den Vorfall verarbeitet?

Mit ganz viel Fußball. Der Coach konzentrierte sich voll und ganz auf die Arbeit mit seiner Mannschaft und versuchte, alles andere auszublenden. Er wirkt jetzt wieder völlig ausgeglichen. Eine mögliche Gerichtsverhandlung steht aber noch im Raum. Gespräche über seine Vertragsverlängerung beim CfR stehen laut Geiser im Februar an.

Wer geht, wer kommt in der Winterpause?

Bisher stehen mit Angreifer Daisuke Ando (Rückkehr nach Japan) und Abwehrmann Vittorio Cali (Ziel unbekannt) zwei Abgänge fest. Abwarten muss man, ob Kreshnik Lushtaku nach dem Abgang seines Bruders dem Verein die Treue hält. Markus Geiser betont jedenfalls: „Alle haben Vertrag.“ Bezüglich Neuzugängen strecke man die Fühler aus. „Das Ganze aber ohne Hektik“, versichert Geiser.

Was ärgert die Spieler?

Die Platzverhältnisse im Holzhofstadion. „Darauf kannst Du keinen schönen Fußball spielen“, hört man immer wieder. Vielleicht tut sich der CfR deshalb auch auswärts immer etwas leichter. Gespannt sein darf man, ob im neuen Stadion im Brötzinger Tal der Rasen dann nach Fertigstellung im Sommer 2019 besser ist. Denn auch der (darauf wird derzeit trainiert) soll schon jetzt in einem nicht optimalen Zustand sein.

Ist der Aufstieg für den CfR schon in dieser Runde drin?

Warum nicht? Sportchef Torsten Heinemann will unbedingt in dieser Saison schon in die Regionalliga hoch. Die Spieler sowieso. Und Markus Geiser meint: „Solange der Aufstieg rechnerisch möglich ist, beschäftigen wir uns damit. In den Englischen Wochen im März und April wissen wir mehr.“

Derzeit ist der CfR (30 Punkte) Tabellenachter. Der Abstand zu Spitzenreiter Freiberg beträgt sieben Punkte. Wenn Reutlingen (35) am Sonntag das Nachholspiel bei den Kickers (33) gewinnt, sind es für den CfR acht Zähler auf die Spitze – und 16 Spieltage stehen dann noch aus, in denen die Pforzheimer alle Topmannschaften noch zu Hause haben. Zum Relegationsplatz zwei (Göppinger SV) beträgt der Abstand derzeit nur fünf Punkte.

Zum Schluss noch...

Eigentlich muss es mit dem Aufstieg klappen. Markus Geiser: „2014 war ich zuletzt auf dem Mannschaftsfoto drauf, danach sind wir in die Oberliga aufgestiegen. Die folgenden Jahre war ich nicht auf dem Foto, erst in dieser Saison wieder“, grinst der CfR-Boss.

Mountainbiker
06.12.2018
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Ich hoffe doch sehr, dass sich der zweite "Lustlostaki" in der Winterpause verabschiedet. Man hat am Samstag bei seiner Einwechslung wieder gesehen, dass er nichts taugt. mehr...