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Bier, Schweiß und Emotionen: Der neue Fußball-Hallenstadtpokalsieger von Mühlacker im Jahr 2016 ist der TSV Mühlhausen/Enz. Foto: Fotomoment
Bier, Schweiß und Emotionen: Der neue Fußball-Hallenstadtpokalsieger von Mühlacker im Jahr 2016 ist der TSV Mühlhausen/Enz. Foto: Fotomoment
Im Endspiel geht es zwischen dem TSV Mühlhausen/Enz und dem FC Viktoria Enzberg (gestreifte Trikots) hoch her.  Foto: Fotomoment
Im Endspiel geht es zwischen dem TSV Mühlhausen/Enz und dem FC Viktoria Enzberg (gestreifte Trikots) hoch her. Foto: Fotomoment
Der Fanblock des TSV Mühlhausen feiert seine Spieler nach dem ersten Titelgewinn nach 25 Jahren mit der Laola-Welle.  Foto: Fotomoment
Der Fanblock des TSV Mühlhausen feiert seine Spieler nach dem ersten Titelgewinn nach 25 Jahren mit der Laola-Welle. Foto: Fotomoment
03.01.2016

Mühlacker Stadtpokal: TSV Mühlhausen beendet Titel-Durststrecke

Mit großem Willen, höchster Disziplin und ehrgeizigem Auftreten hat der TSV Mühlhausen/Enz nach 25 Jahren wieder einmal den Fußball-Hallenpokal der Stadt Mühlacker gewinnen können. Bei der 36. Auflage des Hallenturnieres in der Enztalsporthalle, das in diesem Jahr vom TSV Großglattbach ausgetragen wurde, musste Mühlhausen in der Gruppenphase nur gegen den Gastgeber mit 1:2 den kürzeren ziehen, ansonsten konnten die Mühlhäuser alle weiteren Spiele für sich entscheiden.

Den zweiten Platz in der Gruppe A mit fünf Mannschaften sicherte sich der FC Viktoria Enzberg mit insgesamt sieben Punkten vor dem TSV Großglattbach und Ötisheim mit jeweils sechs Punkten. Die FVgg 08 Mühlacker mit Spielertrainer Ralph Augenstein war ohne Chance, trotzte den Enzbergern im letzten Gruppenspiel aber noch ein 1:1 und somit einen Punkt ab.

In der Gruppe B setzten sich die Sportfreunde Mühlacker relativ deutlich mit drei Siegen aus drei Spielen und einem Torverhältnis von 11:0 an die Tabellenspitze. Bezirksligist TSV Phönix Lomersheim, der vom neuen Trainer Steffen Domes erstmals kommissarisch beraten wurde, folgte den Sportfreunden in das Halbfinale. Knapp geschlagen geben musste sich der Türkische SV Mühlacker, der nach der Gruppenphase nur einen Punkt weniger als der TSV Phönix aufweisen konnte, und war somit zusammen mit dem FV Lienzingen aus dem Turnier ausgeschieden.

Im ersten Halbfinale empfing der TSV Mühlhausen/Enz den TSV Phönix Lomersheim, im Duell der beiden württembergischen Vereine behielt B-Ligist Mühlhausen mit 4:0 jedoch ganz klar die Oberhand. Ömer Atesci legte mit einem Doppelpack schnell einen 2:0 vor, im Anschluss erhöhten Sven Gentner und Marcel Bauer noch auf den Endstand.

In Halbfinale Nummer zwei durften sich dann die Sportfreunde Mühlacker mit dem FC Viktoria Enzberg messen. Die Sportfreunde sahen nach einer soliden 2:0-Führung schon wie ein sicherer Finalist aus, ehe Enzberg in Person von Kadir Kara und Oliver Rolle die Partie doch noch remis stellte. Im anschließenden Elfmeterschießen behielten die Viktoria-Spieler von Sascha John die Nerven und sicherten sich mit dem 4:3 vom Punkt ihren Finalplatz.

In einem anchließend mauen Spiel um den dritten Platz setzte sich Phönix Lomersheim letztlich mit 2:1 gegen die Sportfreunde durch. Marco Schröder brachte den TSV mit 1:0 in Front. Nur zwei Minuten später überwand Phönix-Keeper Daniel Kern seinen Torwart-Kollegen Mario Lanzara mit einem sehenswerten Distanzschuss zum 2:0. Einige Sekunden vor Schluss gelang den Senderstädtern durch Kai Müller zwar noch der Anschluss zum 1:2 aus Sportfreunde-Sicht, mehr passierte dann aber nicht mehr.

Beim letzten Spiel des Tages in Form der Final-Partie standen sich Mühlhausen und Enzberg gegenüber, der TSV hatte die Vorrundenpartie zwischen beiden Teams schon knapp mit 1:0 für sich entscheiden können. Auch diesmal legte Mühlhausen während der 14-minütigen Spielzeit etwa nach der Hälfte das 1:0 vor, obwohl sich die Mühlhäuser sogar einer zweiminütigen Zeitstrafe ausgesetzt sahen. Stefan Senftleben war in Unterzahl für den TSV erfolgreich. Die Viktoria reagierte aggressiv auf den Rückstand, scheiterte aber meist am eigenen Unvermögen und so spitzelte Marcel Schwab zur Freude aller TSV-Fans in der Halle vier Sekunden vor dem Ende den Ball noch zum 2:0-Endstand an Enzberg-Schlussmann Voges vorbei.

Mühlhausens Trainer Michael Horntrich bescheinigte seiner Mannschaft eine „mega Einstellung“, außerdem konnte der Coach bei seinem Team eine „hohe Qualität und Disziplin feststellen, so dass unter dem Strich ein verdienter Turniersieg steht“. Mittelfeldspieler Stefan Senftleben gab klar zu verstehen, das Mühlhausen mit Abstand „den besten Teamgeist“ aufweisen konnte, der Finalsieg war seiner Meinung also nur die logische Folge.