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Über eine erfolgreiche Titelverteidigung beim Stadtturnier 2017 würden sich die Enzberger Fußballer besonders freuen, denn am Wochenende sind sie Gastgeber der traditionsreichen Veranstaltung. Foto: Fotomoment/PZ-Archiv
Über eine erfolgreiche Titelverteidigung beim Stadtturnier 2017 würden sich die Enzberger Fußballer besonders freuen, denn am Wochenende sind sie Gastgeber der traditionsreichen Veranstaltung. Foto: Fotomoment/PZ-Archiv
27.07.2017

Mühlackers Stadtturnier der Fußballer läuft bei Viktoria Enzberg

Mühlacker. Dass in Mühlacker und Vaihingen nicht alles gleich läuft, hat Vorteile. Die junge Spielgemeinschaft Roßwag/Mühlhausen hätte jedenfalls ein Problem, wenn das Stadtturnier in der Senderstadt noch immer nach dem Ende einer Saison wäre, so wie es in der benachbarten früheren Kreisstadt weiter hin der Fall ist. Auch wenn das SG-Team beim Vaihinger Turnier die Chance aufs Weiterkommen nicht nutzen konnte, ist für Trainer Uli Stengel am Wochenende das Überstehen der Vorrunde ebenfalls keine Pflicht.

In Gruppe A trifft sein B-Liga-Team auf jenes des Türkischen SV Mühlacker, auf den TSV Ötisheim, sowie auf die Fußballvereinigung 08 und Gastgeber Enzberg, die am Samstag um 13. Uhr im Viktoria-Sportpark das Eröffnungsspiel bestreiten. „In der Gruppe kann jeder weiterkommen und jeder ausscheiden“, sagt der SG-Trainer. In Gruppe B spielen die Sportfreunde, die 2016 noch unter Stengel das Finale erreicht hatte, der FV Lienzingen, B-Ligist TSV Großglattbach und der TSV Phönix Lomersheim. Stengel sagt, was Fans wie Konkurrenten wohl gleichermaßen denken: Dass mit Lomersheim immer zu rechnen ist. Stengel hat allerdings auch im Hinterkopf, dass Phönix nach Stadtturnier-Erfolgen in Serie seiner Favoritenrolle nun bereits drei Jahre lang nicht gerecht werden konnte.

Unterschiede sind gering

Riesige Leistungsunterschiede gibt es ohnehin nicht. In den vergangenen Jahren sind immer mehr lokale Teams in die Kreisklasse A 1 Pforzheim gekommen und haben sich da etabliert: Ötisheim stieg 2008 auf, Enzberg 2009, die Sportfreunde kehrten 2012 in diese Klasse zurück, die Nullachter 2013, ehe vorige Saison Lienzingen aufstieg. Nach sechs Jahren spielt künftig Lomersheim wieder in der A-Liga, wenn auch in der A 3 des Bezirks Enz/Murr, der stärker eingeschätzt wird.

Phönix hat in der Vorbereitung schon beachtliche Ergebnisse erzielt: Das Spiel gegen den Kreisliga-Aufsteiger 1. FC Ispringen endete 2:1, gegen B-Ligist Spvgg Mönsheim gab es gar ein 9:1. Zuletzt kassierten die Lomersheimer gegen den FV Niefern aber eine 1:6-Niederlage. Da hätten Spieler gefehlt, sagt Ulrich Rümmelin vom Phönix-Vorstand. Wie sich die personelle Lage fürs Stadtturnier darstellt, kann er nicht abschätzen. Klar ist aber, dass sich der Bezirksliga-Absteiger nicht nach der Vorrunde verabschieden soll. „Wir haben ausgegeben, dass wir mit der stärksten Mannschaft hingehen.“ Auch Frank Alber, der Enzberger Spielleiter gibt einen Fingerzeig. Mit Blick darauf, dass sein Club 2016 beim Einstand von Trainer Andre Uhlig den großen Pokal erkämpfte, meint Alber nun: „Da kann ich nun nicht sagen, dass wir Dritter werden wollen.“

Übrigens waren es die Enzberger um Alber, die vor sieben Jahren einen Kurswechsel in Gang gebracht haben. Trotz verschiedener Widerstände haben sie das Stadtturnier seinerzeit erstmals zu einer Veranstaltung während der Saisonvorbereitung gemacht. Der neue Termin hat sich bewährt – vor allem in Jahren mit WM oder EM.

Beim Stadtturnier in Enzberg stehen am Samstag von 13. Uhr bis 20 UhrVorrundenspiele an, am Sonntag von 12 Uhr bis um 17.30 Uhr. Ab 18 Uhr steht dann das Halbfinale an. Der Turniersieg wird einmal mehr montags ausgespielt, wenn um 19.30 Uhr das Finale beginnen soll.