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Geschenkt gab es für den Karlsruher SC (rechts Dominic Peitz) auf in Heidenheim (links Smail Morabit) nichts.  Puchner
Geschenkt gab es für den Karlsruher SC (rechts Dominic Peitz) auf in Heidenheim (links Smail Morabit) nichts. Puchner
28.09.2015

Mühsamer Punktgewinn nährt beim Karlsruher SC Zuversicht

Karlsruhe. „Mühsam nährt sich das Eichhörnchen“, könnte der Volksmund über den KSC sagen, wenn er dessen derzeitigen Aufwand und Ertrag ins Verhältnis setzt. Nur zwei Punkte aus den letzten fünf Spielen – das ist herzlich wenig. Trotzdem herrscht im Wildpark wieder Zuversicht.

Denn nach drei glatten Niederlagen mit 0:11 Toren zeigten die Schützlinge von Trainer Markus Kauczinski gegen Düsseldorf und in Heidenheim (jeweils 1:1), worauf es im unteren Drittel der 2. Liga ankommt: Willenskraft, Leidenschaft, Einsatz-, Lauf- und Kampfbereitschaft, mannschaftliche Geschlossenheit.

„Spielerische Klasse ist derzeit kein Thema“, räumt Sportdirektor Jens Todt ein. „Wir müssen einfach Punkt für Punkt sammeln.“ Zweimal machten die KSCler einen 0:1-Rückstand spät noch wett. Vor allem in Heidenheim gab das Team nie auf. Nach dem frühen Rückstand durch Arne Feick (9.) liefen die KSCler dem 0:1 mehr als 80 Minuten hinterher. In der Nachspielzeit holte der eingewechselte Vadim Manzon dann den zwölften Freistoß für die Badener – halblinks vor dem Strafraum – heraus und Enrico Valentini legte sich den Ball zurecht. „Diese Entfernung und Position hatten wir im Training geübt“, verriet KSC-Kapitän und -Torhüter Dirk Orlishausen nach dem Spiel. Der Schütze selbst hatte das Gefühl: „Den haue ich rein.“ Was ihm gegen Düsseldorf noch versagt blieb, als er einen Freistoß an den Pfosten setzte, gelang ihm in der Voith-Arena: sein erstes Tor für den KSC – im 36. Punktspiel.

Die Statistik (Torschüsse 17:4, Ballbesitz 53 Prozent) belegt, dass der Punktgewinn verdient war. Und für die Moral war er wichtig – gerade vor dem Baden-Derby gegen Tabellenführer Freiburg am Sonntag im Wildparkstadion.