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Karlsruher SC

Den Fokus hat Dominik Stroh-Engel trotz seiner langen Flaute nicht verloren. Foto: dpa
Den Fokus hat Dominik Stroh-Engel trotz seiner langen Flaute nicht verloren. Foto: dpa
Im KSC-Sturm steht derzeit der treffsichere Marvin Pourié (vorne) im Blickpunkt. Foto: dpa
Im KSC-Sturm steht derzeit der treffsichere Marvin Pourié (vorne) im Blickpunkt. Foto: dpa
07.11.2018

Muster-Profi Dominik Stroh-Engel treibt Konkurrenten beim KSC an

Karlsruhe. Alle schauen auf Marvin Pourié, der für den KSC diese Saison schon sechs Treffer erzielt hat. Beim „Wildparkstadion-Abschiedsspiel“ gegen die Würzburger Kickers (2:1) traf der Stürmer sogar zweimal. Pourié drängte einen aus dem Fokus, der 2017 der KSC-Königstransfer war: Dominik Stroh-Engel.

Dieser Stürmer sollte die Badener zurück in die 2. Bundesliga ballern. Doch nach 16 Monaten beim Karlsruher SC bringt es Stroh-Engel gerade einmal auf ein Tor. Am 21. Juli 2017 traf er gegen den VfL Osnabrück.

In der Startelf stand der Stürmer, der den SV Darmstadt 98 in der Saison 2013/2014 mit dem Torrekord von 27 Treffern fast im Alleingang in die 2. Liga geschossen hatte, in der laufenden Spielrunde nie. Stroh-Engel hatte bisher sogar nur eine Einsatzminute.

Der Modellathlet (197cm/91kg) stand in den ersten sieben Saisonspielen nicht im KSC-Kader, gab aber nicht auf. Den Kopf in den Sand stecken? Nicht seine Sache. 

Stroh-Engel ackert und rackert, macht es Trainer Alois Schwartz schwer, ihn nicht zu berücksichtigen. Zuletzt stand er regelmäßig im Kader. Trainer Schwartz dazu: „Dominik hat sich das mit engagierten Trainingsleistungen verdient.“ Soll heißen: „DSE“ haut in jedem Training alles raus, macht Druck aufs etablierte Angriffsduo: Pourié/Toni Fink.

„DoDo“ wie Stroh-Engel viele rufen, hat einen Anteil an der Leistungsexplosion des 27-jährigen Pourié. „Ich bin ein Teamplayer, es ist mir egal, wer die Tore schießt. Hauptsache wir schießen viele. Und haben Erfolg. Davon profitieren alle“, ist Stroh-Engels Credo. Noch etwas motiviert den Stürmer, der bald 33 Jahre alt wird: Sein Vertrag, der ihm jährlich rund eine Viertelmillion einbringen soll, würde sich beim Aufstieg automatisch um eine Saison verlängern. Als Tabellenvierter kann der KSC auf die Zweitliga-Rückkehr in jedem Fall hoffen.