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Wie die Mutter, so die Söhne: von links Nadine Urschl, Eric und Levin – die Pokaljäger aus Dietlingen. Foto: Ossmann
Wie die Mutter, so die Söhne: von links Nadine Urschl, Eric und Levin – die Pokaljäger aus Dietlingen. Foto: Ossmann
11.11.2015

Mutter macht’s den Kindern vor: Kickboxerin aus Dietlingen holt Vize-WM-Titel

Keltern-Dietlingen. Nadine Urschl aus Dietlingen ist begeisterte Kickboxerin und trainiert ehrgeizig unter Ramin Abtin in der Kampfsportakademie Remchingen/Keltern. Zweimal pro Woche ist die 40-Jährige dafür in der Halle der Dietlinger Turngemeinde (TGD) im Altenloh und weitere viermal im Fitnesstreff in Nöttingen. Jetzt durfte sie einen ganz besonderen Titel feiern.

Durch ihren Sieg auf der baden-württembergischen Meisterschaft im März dieses Jahres, dem Sieg auf der internationalen deutschen Meisterschaft in Simmern – dem wichtigsten Kickboxturnier in Deutschland und der viertgrößten Amateur-Sportveranstaltung weltweit) –, sowie dem Sieg auf der deutschen Meisterschaft in Neuwied im September konnte sich Nadine Urschl als Ranglisten-Erste qualifizieren und hatte damit das Flugticket zur Weltmeisterschaft der World Kickboxing und Karate Union (WKU) in Albir/Spanien in der Tasche.

Bereits im Juni war sie jedoch schon für den Nationalkader durch den Bundestrainer Harald Rögner nominiert worden. Bei der WM kürzlich konnte Nadine Urschl bereits in der Vorrunde die amtierende Weltmeisterin aus England mit 3:0 schlagen. Wegen einer Lebensmittelvergiftung deutlich geschwächt, musste sie sich im Finale dann aber ihrer irischen Kontrahentin mit 2:1 geschlagen geben.

So blieben für die ehrgeizige Kelterner Sportlerin die Silbermedaille und der Vizeweltmeistertitel. Gestartet war Nadine Urschl im Leichtkontakt bis 50 kg, in der Altersklasse 18 bis 34, wobei die Gegnerinnen um Jahre jünger waren. Umso mehr zählt der sportliche Erfolg mit dem Vizeweltmeistertitel.

Freuen kann sich die kampfsportbegeisterte Dietlingerin nicht nur über den eigenen Erfolg, sondern auch über die von ihren beiden Söhne Eric (12) und Levin (9). So errang Eric auf der baden-württembergischen Meisterschaft einen dritten und auf der deutschen Meisterschaft einen zweiten Platz im Leichtkontakt. Levin belegte auf der deutschen Meisterschaft ebenfalls einen zweiten Platz im Pointfighting.