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Eng dran am Mann: Der Göppinger Abwehrspieler Marc Mägerle (vorne), der vergangene Saison noch Teamkollege von Dominik Salz (hinten) in Pforzheim war. Foto: Ripberger
Eng dran am Mann: Der Göppinger Abwehrspieler Marc Mägerle (vorne), der vergangene Saison noch Teamkollege von Dominik Salz (hinten) in Pforzheim war. Foto: Ripberger
12.03.2018

Nach 1:1 gegen Göppingen: CfR Pforzheim auf der Suche nach Stabilität

Der 1. CfR Pforzheim tut sich weiter schwer, im Fußballjahr 2018 anzukommen. Nach drei Spielabsagen und dem 0:5 in Oberachern war das hart umkämpfte 1:1 gegen den 1. Göppinger SV im Holzhofstadion der erste Punkt im neuen Jahr. „Uns hilft jeder Punkt weiter“, sagte Dominik Salz, der den Elfmeter zur 1:0-Führung durch Kreshnik Lushtaku (66.) herausgeholt hatte.

Zugleich ärgerte sich der CfR-Torjäger über die vergebenen Siegchancen. Er selbst hatte die größte, als er bei einem Konter bereits Göppingens Torhüter ausgespielt hatte, aber Abwehrspieler Domenic Brück in höchster Not vor dem leeren Tor klären konnte (57.).

Es war nicht die einzige gute Gelegenheit, die Pforzheim ausließ. So konnten die Gäste aus Schwaben ihre Serie ungeschlagener Spiele auf elf ausbauen, weil Iurii Kotiukov eine Freistoß-Hereingabe per Kopf unhaltbar ins lange Toreck verlängerte (71.).

Am Ende trauerte Göhkan Gökce „zwei verlorenen Punkten“ hinterher. Aber er erzählte auch, dass sich die Vorbereitung durch die vielen Spielabsagen in die Länge gezogen hatte. „Wir wussten nicht, wo wir stehen.“ Auf dem Platz aber wussten die CfR-Spieler, wo sie zu stehen hatten. Dass Torhüter Manuel Salz mit einem fast sauberen Trikot vom Platz ging, zeigte laut Gökce, dass die Pforzheimer auf der Suche nach neuer Stabilität gut gearbeitet hätten.

An der defensiven Stabilität hatte auch eine Umstellung des CfR-Trainers ihren Anteil. Nach den fünf Gegentoren von Oberachern wollten die Gastgeber in erster Linie hinten dicht machen. Das gelang mit einer Fünferkette, in der im Zentrum Denis Gudzevic als neuer Mitstreiter auftauchte.

Dass Gudzevic beim CfR in dieser Saison eigentlich der Elfmeterschütze vom Dienst ist, die Ausführung des Strafstoßes zum 1:0 aber Kresnik Lushtaku überließ, ist eine andere Geschichte. Das Kommando dazu kam von der Trainerbank. „Denis ist in der Liga inzwischen als Schütze bekannt. Und Göppingen hat einige Spieler, die ihn gut kennen“, sagt Gökce. Marc Mägerle zum Beispiel kennt den Pforzheimer Defensivspieler aus gemeinsamen Zeiten beim CfR bestens. Also beorderte Gökce Neuzugang Lushtaku an den Elfmeterpunkt. Und der traf – zum Glück auch für den Trainer.