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Luftlandung: Nöttingens Theo Bräuning springt nach dem Treffer zum 6:2 gegen Walldorf auf seine Mitspieler. Ganz unten liegt übrigens der Torschütze Timo Brenner.  PZ-Archiv, Ripberger
Luftlandung: Nöttingens Theo Bräuning springt nach dem Treffer zum 6:2 gegen Walldorf auf seine Mitspieler. Ganz unten liegt übrigens der Torschütze Timo Brenner. PZ-Archiv, Ripberger
29.03.2017

Nach Gala gegen Walldorf: FC Nöttingen erneut im Anflug auf den DFB-Pokal

Im Pokal ist der FC Nöttingen eine Macht. Mit dem 6:2 gegen Astoria Walldorf zog der Fußball-Regionalligist zum siebten Mal ins BFV-Pokalfinale ein und ist dort nun gegen den Verbandsligisten SG HD-Kirchheim haushoher Favorit.

Was haben die Trainer nach dem 6:2 am Dienstag gesagt?

FCN-Trainer Dubravko Kolinger: „Das frühe Tor war super für uns. Wir haben den Pokalfight von Beginn an angenommen. Wir wussten, dass Walldorf spielerisch etwas besser ist. Am Ende war der Sieg aber verdient, wenn auch vielleicht ein, zwei Tore zu hoch.

Walldorf-Coach Matthias Born: „Es ist bitter, so auszuscheiden. Es klingt seltsam: Aber wir waren trotz des 2:6 nicht schlecht. Aber Nöttingen war vor dem Tor wahnsinnig effektiv. Das 2:4 hat uns das Genick gebrochen.

Wie war die Reaktion von Niklas Hecht-Zirpel, der im Halbfinale doppelt traf, im Ligaspiel beim 5:1 gegen Walldorf sogar dreimal?

„Walldorf scheint mir zu liegen. Es war aber auch etwas Glück dabei. Bis auf die fünf Minuten vor der Pause haben wir gut gespielt. Eine extra Prämie gibt es nicht für den Finaleinzug. Klar wollen wir in den DFB-Pokal“, so das Nöttinger Offensiv-Ass.

Steht der genaue Termin und Ort des Finales zwischen der SG HD-Kirchheim und dem FC Nöttingen schon fest?

Bisher ist nur der Tag fix. Wann und wo das Finale am Donnerstag, 25. Mai (Christi Himmelfahrt) angepfiffen wird, entscheidet sich in den nächsten Tagen. Gesucht wird ein Stadion, in dem die TV-Livekonferenz beim „Tag der Amateure“ (Finaltag aller 21 Landesverbände des DFB) problemlos über die Bühne gehen kann. Der WDR wird erneut die Übertragung der Spiele in der ARD koordinieren.

Was sagt der Kirchheimer Trainer Manuel Wengert zum Finalgegner FC Nöttingen und zu den Chancen seines Teams?

„Ich kenne die Nöttinger Spieler Reinhard Schenker und Michael Schürg. Mit ihnen habe ich in Backnang beziehungsweise in Freiberg schon zusammengespielt. Ich kenne den FC Nöttingen auch von vielen Duellen aus der Oberliga. Wir sind im Finale natürlich klarer Außenseiter. Es muss an diesem Tag schon viel zusammen kommen, dass wir die Nöttinger schlagen können. Doch wir haben auch im Halbfinale gegen Waldhof Mannheim schon gezeigt, zu was wir fähig sind. Wir hoffen natürlich auf den Finalsieg und werden alles dafür geben“, so der 37-jährige Coach.

Hat HD-Kirchheim schon mal den BFV-Pokal gewonnen?

Ja, schon zweimal: 1988 und 1992. Im DFB-Pokal verlor Kirchheim 1989 dann in der ersten Runde gegen Waldhof Manheim mit 1:3. 1992 hatte man in der ersten Runde ein Freilos, in der zweiten Runde gab es gegen den späteren Finalisten, die Amateure von Hertha BSC, eine 0:3-Niederlage.

Wie schlägt sich Kirchheim derzeit in der Verbandsliga?

Nicht so gut. Die Mannschaft kämpft gegen den Abstieg. Momentan belegt man mit 22 Punkten den zwölften Tabellenplatz. Zuletzt holte die SG beim O:O gegen den TuS Bilfingen einen Punkt. „Auch wenn wir im Pokalfinale stehen, hat der Klassenerhalt natürlich oberste Priorität“, sagt Trainer Wengert, der die Mannschaft erst im November 2016 übernommen hat.

Träumt der FCN schon vom Einzug in den DFB-Pokal?

Träumen ja, aber FCN-Coach Dubravko Kolinger hebt den Zeigefinger: „Ich warne eindringlich davor, das Finale gegen Heidelberg auf die leichte Schulter zu nehmen. Wir sind noch nicht durch.“

Sollte die Nöttinger erneut in den DFB-Pokal einziehen, wen hätten sie dann gerne als Gegner? Wieder den FC Bayern?

„Die Bayern brauchen wir nicht mehr, die kennen wir schon“, sagt FCN-Kapitän Timo Brenner. „Dortmund wäre natürlich interessant. Schön wäre aber auch mal ein Gegner auf Augenhöhe, so dass wir mal in die zweite Runde einziehen können.“