nach oben
Die SG Pforzheim unterlag am Samstag der SG Nußloch. Jetzt legen die Pforzheimer Oberligisten Widerspruch ein. © Becker
01.09.2013

Nach Niederlage: SG Pforzheim legt Widerspruch ein

Was für ein Saison-Auftakt in der Handball-Oberliga Baden-Württemberg. Die rund 600 Zuschauer, die am Samstagabend in die Konrad-Adenauer-Sporthalle gepilgert waren, um die Partie der SG Pforzheim/Eutingen gegen die SG Nußloch zu sehen, erlebten ein dramatisches Spiel mit einem total verrückten Verlauf – und einem Paukenschlag nach dem Schlusspfiff.

Denn die Verantwortlichen der SG Pforzheim kündigten einen Einspruch gegen die 27:31 (14:8)-Niederlage an. Grund: In der 40. Minute erhielten zwei Pforzheimer und ein Nußlocher Spieler je eine Zeitstrafe. Die Pforzheimer verließen das Parkett, der Nußlocher hingegen blieb auf dem Platz. In doppelter Überzahl erzielten die Gäste ein Tor. Als das Versehen bemerkt wurde, musste auch der Nußlocher vom Platz. Es gab aber nicht die obligatorische weitere Zeitstrafe für die Gäste, die in der Folge noch zwei Treffer erzielten. Ein klarer Regelverstoß, sagen die Verantwortlichen der SG Pforzheim, und kündigten nach dem Spiel Einspruch an, der innerhalb von drei Tagen eingelegt werden muss. „In der Phase des Regelverstoßes kippt das Spiel“, sagte gestern Wolfgang Lipps. Der Sportliche Leiter der SG hofft deshalb auf eine Spiel-Wiederholung.

In der als Spitzenspiel der BW-Oberliga angekündigten Partie hatte die Truppe von Trainer Hans Christensen einen super Start. Man führte 5:2, 8:3, 10:5 und lag zur Pause 14:8 vorne. Vor allem mit der offensiven Deckung der Pforzheimer kamen die Gäste nicht zurecht. Philipp Schückle und Dominic Seganfreddo operierten als vorgezogene Abwehrspieler und zogen damit der Nußlocher Offensive den Zahn.

Nach dem Wechsel ging es so weiter. Nach 35 Minuten stand es 18:10. Doch urplötzlich begann der Motor der Einheimischen zu stottern. Nußloch agierte phasenweise mit sieben Feldspielern und erzielt in der Folge sieben Tore in Folge. „Mit dem siebten Feldspieler sind wir gar nicht klargekommen“, ärgerte sich Christensen. Beim 18:17 war alles wieder offen. Bei Pforzheim schienen in dieser Phase auch die Kräfte zu schwinden. Die aggressive und offensive Deckung funktionierte nicht mehr. Nußloch erzielte in der Schlussphase Tore am Fließband.

SG Pforzheim/Eutingen: R. Petruzzi/Schneider – Bäuerlein 1, Langenfeld 3, Biselli, Lipps 2/1, Mönch 6, C. Petruzzi 1, Hufnagel 1, Körner 1, Kraus, Seganfreddo 6, Müller, Schückle 6