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© Symbolbild: dpa
21.10.2015

Nach Spielabbruch: FV Lienzingen wehrt sich gegen Vorwürfe und will Wogen glätten

Hohe Wellen schlug der Spielabbruch vor einer Woche in der Kreisklasse B1 Pforzheim, als die Mannschaft des FC Alemannia Wilferdingen II beim Gastspiel in Lienzingen kurz vor Schluss (Spielstand 1:0 für Lienzingen) geschlossen den Platz verließ, weil man mit den Schiedsrichterentscheidungen (unter anderem zwei Platzverweise) nicht einverstanden war.

Nach der Berichterstattung an dieser Stelle vergangene Woche ging es bei Facebook und in einigen Foren der Vereine im Fußballkreis Pforzheim ab. Wie es halt so ist, zielten manche Kommentare auch unter die Gürtellinie, so dass sich der FV Lienzingen jetzt noch einmal zu Wort meldete und einiges richtigstellen wollte.

So hätten Lienzinger Spieler keineswegs zugegeben, dass das Tor aus einer Abseitsposition entstanden wäre. Die Kabinentüre, die laut Wilferdingens Spielertrainer Otto Kromer, der des Feldes verwiesen wurde, verschlossen war, wäre auch nicht verschlossen gewesen, denn sie wäre nie abgeschlossen. Und außerdem müsse sich die Konkurrenz keineswegs am Kopf kratzen wegen der fünf Platzverweise für gegnerische Teams in den letzten vier Heimspielen.

„Wir haben keinen Einfluss darauf, wenn der Schiedsrichter beleidigt wird oder einen Spieler wegen einer Notbremse vom Platz stellen muss“, sagt diesbezüglich Lothar Bergtold, Vorstand Sport des FV Lienzingen. Er bedauert, dass die Emotionen im Nachgang dieser Partie etwas hochgekocht sind, denn das Spiel an sich sei sehr fair gewesen. Nach der Begegnung habe man ja auch noch „gute Gespräche“ mit den Wilferdingern geführt, sagt er.

Wie das Spiel nun gewertet wird, hat das Sportgericht noch nicht mitgeteilt. „Wir hoffen jedenfalls, dass es keinen Nachteil für uns gibt“, sagt Bergtold. Und er hofft, dass trotz der jüngsten Vorfälle die Gegner künftig gerne und ohne Vor- behalte nach Lienzingen kommen. Schließlich stünde der Fairplay-Gedanke beim FV Lienzingen immer an oberster Stelle.