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So feierte der SV Büchenbronn mit seinem Anhang den Aufstieg in die Landesliga nach dem Sieg im Wiederholungsspiel gegen die GU Türk. SV Pforzheim.   Becker
So feierte der SV Büchenbronn mit seinem Anhang den Aufstieg in die Landesliga nach dem Sieg im Wiederholungsspiel gegen die GU Türk. SV Pforzheim. Becker
Talent beim SV Büchenbronn: Dean Güldenpenning (rechts).
Talent beim SV Büchenbronn: Dean Güldenpenning (rechts).
12.06.2019

Nach dem überraschenden Aufstieg betritt der SV Büchenbronn Neuland

Pforzheim-Büchenbronn. Der Aufstieg war beim SV Büchenbronn beim Saisonstart der Kreisliga eigentlich nicht eingeplant. Doch dann schlugen der neue Trainer und neue Spieler im „Schlägle“ voll ein.

Weil der SV Büchenbronn in der Kreisliga Pforzheim eine überragend gute Saison spielte, hätte er schon drei Spieltage vor Rundenende den Aufstieg in die Landesliga perfekt machen können. Doch es wollte einfach nicht klappen mit dem Matchball. Ausgerechnet in einem sehr umstrittenen Wiederholungsspiel gegen die GU Türk. SV Pforzheim, kurioserweise drei Tage vor dem letzten Spieltag (die PZ berichtete), machte man im „Schlägle“ dann aber doch alles klar. Nach dem 4:1-Sieg flossen der Sekt und die Freudentränen in Strömen. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte spielt der SV Büchenbronn in der Landesliga.

Die sehr erfolgreichen Zeiten des Mehrsparten-Vereines im Fußball liegen lange zurück. In den 60er-Jahren spielte der SVB lange in der damaligen 2. Amateurliga. Das war in der Zeit die vierthöchste Spielklasse in Deutschland. Nach dem Abstieg 1971 waren dann Kreis- und die A-Liga lange die sportliche Heimat der Kicker aus Pforzheims Höhenstadtteil.

Eine Sensation ist der Aufstieg des SV Büchenbronn nicht gerade. Eine kleine Überraschung ist es aber schon. Nach einer durchwachsenen Saison 2017/18 lautete das Ziel für die Spielrunde 2018/19 vorderes Drittel. Der Saisonstart war mittelprächtig. Doch am neunten Spieltag erklomm Büchenbronn die Tabellenspitze – und gab sie nicht wieder her. „Ende der Vorrunde habe ich zum ersten Mal gespürt: Da geht was“, sagt Trainer Nermin Klapuh im Rückblick. „Im Trainingslager in Großaspach in der Winterpause haben wir uns zum ersten Mal ernsthaft mit dem Gedanken Landesliga auseinandergesetzt. Und dann kam ein super Start in die Rückrunde: Ab da war die Landesliga schon ein Thema“, erzählt Büchenbronns Sportchef Wolfgang Hochmuth.

Die Verpflichtung des 47-jährigen Trainers Nermin Klapuh stellte sich als Glücksgriff heraus. Ebenso die Neuzugänge Ignazio Scozzari und Okan Unat vom FC Birkenfeld sowie Marco Bender und Nico Schöninger vom FC Dietlingen. Voll eingeschlagen hat auch Dean Güldenpenning. Der 18-Jährige aus der eigenen A-Jugend – Sohn des ehemaligen FCP-Spielers Reinhold Güldenpenning – wirbelte auf dem rechten Flügel und erzielte acht Saisontore. Noch besser waren nur Scozzari und Unat (je zwölf).

Welche Ziele hat der SVB in der Landesliga. „Das Ziel kann nur Klassenerhalt lauten“, sagen Klapuh und Hochmuth unisono. Personell werde man sich wohl verstärken, „aber keine Klimmzüge machen“, betont Hochmuth. Klapuh, der aus Karlsruhe kommt und bei der Spvgg Durlach-Aue groß wurde, kennt die Landesliga gut und sagt respektvoll: „Ich schaue mir regelmäßig Spiele in der Landesliga an. Das ist schon ein Unterschied. Die Qualität in der Landesliga ist hoch.“ Klapuh trainierte übrigens in der Saison 2013/14 die A-Junioren des FC Nöttingen in der Oberliga Baden-Württemberg. Danach war er noch in Kleinsteinbach und Linkenheim tätig. Er freut sich, dass für die kommende Saison auch wieder ein paar vielversprechende Talente aus der eigenen Jugend zur ersten Mannschaft stoßen.