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Vollen Einsatz für den KSC zeigt Benjamin Uphoff. Foto:  Michael
Vollen Einsatz für den KSC zeigt Benjamin Uphoff. Foto: Michael
11.09.2018

Nach gescheitertem Wechsel: KSC-Torhüter Uphoff will keine kleinen Brötchen backen

Karlsruhe. Es fehlten rund 100.000 Euro, sagen Insider. Wäre der FC Ingolstadt bereit gewesen, eine Million Euro nach Karlsruhe zu überweisen, dann wäre KSC-Torhüter Benjamin Uphoff nun ein „Schanzer.“ Tatsächlich aber trägt „Upi“ weiter das Trikot eines Drittligisten, nicht das eines Zweitligisten.

Der 25-Jährige nimmt das – zumindest nach außen – gelassen. „Die aktuelle Situation ist für mich überhaupt kein Problem. Ich habe einen Vertrag beim KSC und an einen Vertrag müssen sich beide Seiten halten“, meint Uphoff. Dazu dass er im ersten Spiel nach dem geplatzten Wechsel, beim 0:6 im DFB-Pokal gegen Hannover 96, eine Unsicherheit zeigte, sagte der Torhüter: „Erstens war das keine Unsicherheit, sondern ein Fehler. Zweitens hatte das nichts mit der Ingolstadt-Geschichte zu tun.“ Uphoff setzte noch hinzu: „Ich kenne keinen Spieler, der seine Karriere fehlerfrei durchspielt.“

Wo er kommende Saison spielt, oder ob er gar in der Transferperiode im kommenden Winter geht – all das liegt im Bereich der Spekulationen, auf die sich Uphoff nicht einlässt. „Sollten wir aufsteigen, läuft mein Vertrag nicht aus, sondern ist ein weiteres Jahr gültig“, verrät er immerhin.

Doch nach dem Abgang von Florent Muslija (nach Hannover) und dem peinlichen 1:3 gegen den Letzten Sportfreunde Lotte muss der KSC wohl sein Saisonziel neu definieren. Geht es nur um den Klassenverbleib? Uphoff ist das zu negativ. Man wolle eine gute Rolle spielen, und das sei machbar, „auch wenn wir im Moment davon entfernt sind“. Vielleicht tut es gut, wie nach dem mäßigen Saisonstart 2017 von Spiel zu Spiel schauen. Man müsse beim VfL Osnabrück an die Leistung der zweiten Hälfte im Lotte-Spiel anknüpfen: „Da haben wir uns gesteigert. Da hat es funktioniert. Wir hatten in der zweiten Halbzeit gefühlt so viele klare Chancen, wie in allen Spielen davor zusammen.“ pp

Mehr zum KSC in der Kolumne „Auf Ballhöhe“, Seite 15