nach oben
Die Neuen beim HC Neuenbürg; von links: Torhüter Felix Spohn, Trainer Erkan Öz und Vincent von Witzleben. Foto: Biesinger
Die Neuen beim HC Neuenbürg; von links: Torhüter Felix Spohn, Trainer Erkan Öz und Vincent von Witzleben. Foto: Biesinger
12.09.2018

Nach verpasstem Aufstieg: HC Neuenbürg will wieder vorne mitmischen

Neuenbürg. Kann der HC Neuenbürg in der Handball-Badenliga erneut ein Wörtchen bei der Titelvergabe mitreden? Wenn es nach dem neuen Trainer Erkan Öz geht, stellt sich diese Frage nicht, denn dessen Saisonziel ist es, wie auch zuletzt, am Ende unter den drei besten Teams platziert zu sein.

Spannend wird in diesem Zusammenhang zu beobachten sein, welches Potenzial der Handballlehrer bei der aktuellen HCN-Mannschaft, deren Gesicht sich gegenüber der Vorsaison nur unwesentlich verändert hat, ausschöpfen kann.

Nachdem das erfahrene Team im Aufstiegsjahr lange Zeit souverän an der Tabellenspitze stand, um nach der Winterpause, verbunden mit der überraschenden Trennung von Trainer Roni Mesic, mit einer schwächeren Rückserie im Aufstiegsrennen schließlich leer ausging (3. Platz), geht es nun vordergründig darum, Kontinuität in die Mannschaft zu bringen.

Für den im pfälzischen Bellheim beheimateten Öz ist hierfür eine starke Defensive die Grundvoraussetzung. „In der Abwehr werden Spiele gewonnen“, so das Credo des 41-Jährigen. Und in der Tat, in diesem Bereich hatten die Enztäler zuletzt noch einige Luft nach oben, nachdem man im Angriff bereits zu den treffsichersten Teams zählte.

Dazu hat der zuletzt zwei Jahre in Knielingen tätige Coach in der intensiven Vorbereitungszeit, neben der traditionellen 6:0-Abwehr, je nach Gegner auch eine offensive Variante einstudiert.

Vieles wird in diesem Zusammenhang jedoch auch davon abhängen, ob Findan Krettek, als neue Nummer eins im HCN-Gehäuse, den zur SG Pforzheim/Eutingen abgewanderten Florian Eitel ersetzen und wie sich Neuzugang Felix Spohn von der HG Ettlingen/Bruchhausen als zweiter Keeper höherklassig präsentieren kann.

Dass auch der zweite Neuzugang, der ebenfalls noch junge Rechtsaußen Vincent von Witzleben (LiHoLi), noch etwas Zeit braucht, damit rechnet Trainer Erkan Öz, zumal Letzterer eine einjährige Wettkampfpause hinter sich hat. „Wenn sie ihre Chance bekommen, müssen sie diese nutzen, gibt der neue Trainer ihnen mit auf den Weg. Ansonsten erwartet der neue Coach, der sehr viel Potenzial in seiner Mannschaft sieht, dass diese in der kommenden Saison – die erste Begegnung bestreiten die Buchberger am Samstag, 22. September, in der heimischen Stadthalle gegen den TV Mannheim-Friedrichsfeld – taktisch clever und diszipliniert auftritt.

Unterstützung erfährt Öz auch weiterhin vom HCN-Urgestein Achim Frautz als Co.- sowie dem Ex-Knielinger Florin Panazan als Torhüter-Trainer.

Auch Vorsitzender Rainer Sorg erwartet in der neuen Saison von seinen Gelb-Blauen, dass sie den notwendigen Einsatz zeigen, den Zuschauern schönen Handball bieten und dass am Ende natürlich auch das Ergebnis stimmt.

Die härtesten Rivalen

Als härteste Rivalen um einen der vorderen Plätze in der Tabelle sehen die Verantwortlichen auf dem Buchberg nach dem Aufstieg der SG Heddesheim, wie schon in der vergangenen Spielrunde, die SG Heidelsheim/Helmsheim, die TSG Wiesloch, trotz einiger Abgänge Oberliga-Absteiger TSV Viernheim, sowie vielleicht ein Überraschungsteam.