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Die 24 Jugendspieler der TGS Pforzheim freuen sich auf die Lundasspielen in Schweden. Gemeinsam mit Betreuer Daniel Leskovic (Mitte, rechts) und Trainer Timo Hufnagel (Mitte, links) soll die Gruppenphase überstanden werden. Müller 

Nachwuchsspieler der TGS Pforzheim messen sich mit Besten der Welt

Handball spielen – meilenweit weit weg von Zuhause. Es ist ein kleines Abenteuer, das auf 24 Jugendspieler der TGS Pforzheim samt Betreuern am Ende dieses Jahres wartet. Sie fahren nach Lund, eine Universitätsstadt in Schweden, um sich mehrere Tage lang mit den besten Handballern ihrer Altersklassen aus aller Welt zu messen.

Die Delegation aus Pforzheim startet am Abend des 25. Dezembers mit einem Reisebus die lange Fahrt nach Lund, um dort zwischen dem 26. und dem 30. Dezember auf Torejagd zu gehen. Insgesamt 1 000 Kilometer trennen Pforzheim und das bei Malmö gelegene Lund (90 000 Einwohner). Gefahren wird die ganze Nacht. Erst am 31. Dezember kehren die Spieler zurück, um rechtzeitig mit ihren Familien und Freunden Silvester feiern zu können.

Turnier mit langer Tradition

Das Handball-Turnier kann auf eine lange und traditionsreiche Geschichte zurückblicken. Schon seit dem Jahre 1978 treten Jugendteams ganz unterschiedlicher Handballvereine aus aller Welt gegeneinander an. In den knapp 40 Jahren sollen nach Angaben des Veranstalters mehr als 100 000 Vereine teilgenommen haben. Auch die TGS ist zum wiederholten Male am Turnier beteiligt. Die letzte Turnierteilnahme der Pforzheimer stammt aus dem Jahr 2010, als man mit einer Jugendmannschaft an den Start ging und erst im Viertelfinale scheiterte.

Die 24 teilnehmenden Spieler der TGS verteilen sich auf zwei Teams, eine C-Jugend (14 Jahre) und eine B-Jugend (16 Jahre). Betreut werden sie von Daniel Leskovic und drei weiteren Helfern, die das vierköpfige Organisationsteam bilden. Leskovic sieht das Turnier als große Möglichkeit, „um sich mit Mannschaften aus der ganzen Welt zu messen und gleichzeitig den Zusammenhalt im eigenen Team zu stärken“. Wichtig sind ihm die prägenden Erlebnisse, die in einem fremden Land auf die Jugendspieler warten und die die Reise einzigartig machen. Nicht umsonst lautet das Turniermotto: „Creating memories for life“ - auf Deutsch etwa: Erinnerungen schaffen, die ein Leben überdauern.

Auch ein Turnierziel hat Leskovic schon bekannt gegeben: „Auf jeden Fall sollte mit beiden Mannschaften die Gruppenphasen überstanden werden. In Play-off-Spielen ist dann alles möglich.“ Mit dieser klaren Zielformulierung sollte den jungen Spieler klar sein, dass kein Erholungsurlaub auf sie wartet. Schließlich stehe der Sport an erster Stelle, so sollen abends zum Auslaufen die Joggingschuhe geschnürt werden. Von einem Landschulheimausflug sind wir weit entfernt“, sagt der Betreuer. Trotz dieser Vorwarnung freuen sich die Pforzheimer Werfer, die von Timo Hufnagel trainiert werden, auf das Turnier.

Im Gegensatz zu seinen Spielern ist der Coach nicht nervös. Nach 20 Jahren im Trainergeschäft mit „Höhen und Tiefen“ kennt man viele Situationen. So sei es selbstverständlich, dass die Jungs der Reise mehr entgegenfiebern als er selbst.

Die TGS zu wünscht sich nun, dass alles wie geplant abläuft, schließlich habe man „einiges an Zeit und Herzblut in die Vorbereitung gesteckt“, so Leskovic.