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Entschied das Match in der Schlussphase: Nadja Prötzig (links).   Becker, PZ-Archiv
Entschied das Match in der Schlussphase: Nadja Prötzig (links). Becker, PZ-Archiv
24.01.2016

Nadja Prötzig rettet die Sterne: 68:66-Sieg in Osnabrück

Osnabrück. Dramatik pur mit einem Happy End für den Grünen Stern Keltern. Der Aufsteiger in die Basketball-Bundesliga der Frauen siegte gestern Abend beim Tabellen-Schlusslicht Panthers Osnabrück denkbar knapp mit 68:66 (33:30). Die Gäste durften sich bei Nadja Prötzig bedanken. Die blonde Aufbauspielerin entschied die Partie in den Schlussminuten mit zwei Drei-Punkte-Würfen im Alleingang.

Entsprechend gut gelaunt war Prötzig nach dem Spiel: „Die beiden Dreier zum Schluss waren wichtig. Zwischendurch fehlte mir das Gefühl für die Dreier. Ich habe es nur am Anfang und am Ende aufblitzen lassen – so ist das schön. Am Ende kackt die Ente. Da ist es egal, was ich vorher treffe, wenn die letzten beiden Dreier drin sind“, sagte die 26-Jährige.

Keltern startete furios, lag 13:0 und 22:5 vorne. Doch im zweiten Viertel riss der Faden. Und erst in der Schlussphase fanden die Sterne wieder ihren Rhythmus. Entsprechend erleichtert war Coach Christian Hergenröther: „Sieg ist Sieg. Wir haben nach gutem Start nicht mehr so getroffen und uns nicht die Würfe getraut. Defensiv haben wir gegen Osnabrücks Centerinnen nicht hart genug gearbeitet. Osnabrück hatte außerdem eine Dreierquote von 63 Prozent, viel besser geht es nicht. Es ist dann echt taff, dagegen noch zu gewinnen. In der Endphase war mein Puls bei 180.“

Nach dem Sieg in Osnabrück und der gleichzeitigen Niederlage von Herne haben die Sterne Platz fünf der Tabelle schon sicher. „Platz vier ist das Ziel, damit wir in den Play-offs Heimrecht haben“, sagt Dirk Steidl, der Sportliche Leiter des Bundesligisten. mm

Rutronik Stars Keltern: Prötzig 11, Zorica 4, Elbert 3, Madden 7, Kammer 3, Guay 6, Mahlknecht 4, Hjelle 10, Lehtoranta, Mendy 20