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Frustriert schlichen die Spieler des Karlsruher SC vom Platz. Der FSV Frankfurt siegte beim KSC mit 2:0.
Frustriert schlichen die Spieler des Karlsruher SC vom Platz. Der FSV Frankfurt siegte beim KSC mit 2:0. © dpa
24.09.2010

Nächster Rückschlag: KSC verliert gegen FSV Frankfurt

KARLSRUHE. An der Vereinsspitze ist beim Karlsruher SC durch die Ernennung des Not-Präsidenten Ingo Wellenreuther wieder etwas Ruhe eingekehrt. Sportlich hat der Fußball-Zweitligist dagegen den nächsten Rückschlag hinnehmen müssen. Der KSC unterlag dem FSV Frankfurt am Freitagabend mit 0:2 (0:0) und verlor die oberen Plätze damit erst einmal aus den Augen.

Mike Wunderlich (54. Minute) und Momar N'Diaye (74.) sorgten mit ihren Toren dafür, dass der FSV in der Tabelle nach zuletzt zwei Niederlagen wieder vor Karlsruhe steht. „So kann man einfach nicht auftreten. Man kann auch Leidenschaft und Siegeswillen zeigen, das fehlte uns heute völlig“, schimpfte KSC-Verteidiger Matthias Zimmermann.

In einer schwachen Partie waren die Gastgeber zwar anfangs überlegen. In der Offensive fehlte ihnen vor 11.183 Zuschauern aber die Durchschlagskraft und Konzentration. Mehr als die Chancen von Anton Fink (3./26.) und Lukas Rupp (43.) spielten sich die Karlsruher nicht heraus. Die Frankfurter standen sicher in der Abwehr und taten nach vorn nicht mehr als nötig, um ihren ersten Auswärtssieg der Saison einzufahren.

Nach dem Rücktritt des Vereinschefs Paul Metzger war Wellenreuther am Mittag vom Amtsgericht als Not-Präsident bestätigt worden. „Wir wollen die Wirtschaft mehr hinter uns bringen und uns die Fans wieder gewogen machen“, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete dem TV-Sender „Sky“.

Die Zuschauer ins Karlsruhe wollten eine Aufbruchstimmung und keine negativen Schlagzeilen mehr. Dazu gehört auch, dass Trainer Markus Schupp laut Wellenreuther „felsenfest“ im Sattel sitzt. Von 1981 bis 1983 spielte der der 50-Jährige bei den Amateuren des KSC. In dieser Zeit war FSV-Coach Hans-Jürgen Boysen dort Profi.