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Saisonaus: Anika Henschel wird der TG 88 im Ligafinale fehlen. Foto: Becker
08.04.2018

Nächster Schock für die TG 88: Anika Henschel fällt mit Bänderriss aus

Pforzheim. Das gibt es doch gar nicht! Nachdem sich Justine Stindl vor zwei Wochen im gewonnenen Topspiel gegen die SG Kappelwindeck/Steinbach einen Achillessehnenriss zuzog, mussten die Oberliga-Handballerinnen der TG 88 Pforzheim am Samstag den nächsten Schock hinnehmen.

Beim 30:24-Heimsieg gegen den Tabellenvorletzten TuS Ottenheim in der Fritz-Erler-Sporthalle verletzte sich Anika Henschel schwer. Die Torjägerin des Tabellenführers zog sich nach einem Zweikampf laut einer ersten Diagnose einen doppelten Bänderriss im Sprunggelenk zu und fällt rund sechs Wochen aus. Besonders bitter: Die Verletzung passierte in der 58. Minute, als das Spiel schon längst für die TG 88 durch war. Pforzheims Trainer Matthias Schickle sprach von einem erneut schweren Schlag für sein Team. „Mit Justine und Anika haben wir für die verbleibenden vier Saisonspiele einen enormen Qualitätsverlust. Hoffentlich bekommen wir die Ausfälle kompensiert.“ Externe Verstärkungen sind zum jetzigen Zeitpunkt der Saison nicht zu bekommen. „Wir müssen das Ganze intern lösen“, so Schickle.

Bildergalerie: TG 88 Pforzheim - TuS Ottenheim

Im Saisonfinale geht es noch gegen HSG Mannheim (auswärts), SG Heidelsheim/Helmsheim (daheim), TSV Heiningen (auswärts) und FSG Donzdorf/Geislingen (daheim). Vor allem gegen Mannheim und Heiningen wird es jeweils einen heißen Tanz geben.

Gegen die offene 4:2-Deckung der Ottenheimerinnen brauchte die TG 88 vier Minuten, um ins Spiel zu finden. Danach lief es wie am Schnürchen. Die Gastgeberinnen zogen auf 6:2, 9:3, 12:4 weg. Zur Halbzeit führte man 16:9. Nach der Pause nutzte die TG 88 weiterhin die sich bietenden Räume und bestach durch eine gute Abwehrarbeit. Überragend war Anika Henschel mit elf Treffern – bis sie kurz vor Schluss mit großen Schmerzen vom Feld musste.