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CfR Pforzheim

Dribbelstark wie zu seinen besten Zeiten: Rainer Scharinger (am Ball) musste sich mit dem 1. CfR Pforzheim im Finale trotzdem dem kroatischen Team Inker Zapresic geschlagen geben. Foto: Becker
Hoch das Ding: Kapitän Tomislav Zitkovic von Inker Zapresic bekam von Helmut Sickmüller vom BFV (links) und Sportbürgermeisterin Monika Müller den Siegerpokal überreicht. Foto: Becker
Der 1. FC Birkenfeld mit Patrick Kaltenegger (links) besiegte im Spiel um Platz drei den FC Bayern München. Foto: Becker
28.01.2018

Nervenstarke Kroaten gewinnen Hallentraditionsturnier des CfR Pforzheim

Pforzheim. Wenn es gegen kroatische Teams geht, müssen deutsche Fußballer öfter mal mit bösen Überraschungen rechnen. Davon kann nicht nur die Nationalmannschaft bei Welt- oder Europameisterschaften ein Liedchen singen. Auch beim traditionsreichen Rudolf-Reinacher-Gedächtnisturnier des 1. CfR Pforzheim für Senioren-Kicker, das am Samstag in der Fritz-Erler-Halle zum 63. Mal ausgetragen wurde, sind die Rastellis vom Balkan seit Jahren eine Macht.

Bildergalerie: Rudolf-Reinacher-Gedächtnisturnier des 1. CfR Pforzheim

Das bekamen diesmal vor allem die Gastgeber im Finale schmerzhaft zu spüren. 2:1 lag die CfR-Truppe um Ex-Profi Rainer Scharinger in Führung und hatte die Hand schon zur Titelverteidigung ausgestreckt, als die Kroaten von Inker Zapresic das Match noch mit 3:2 drehten. Im Spiel um Platz drei belohnte sich der FC 08 Birkenfeld durch einen 4:1-Sieg über den FC Bayern München für einen starken Auftritt beim ältesten Hallenfußballturnier der Welt.

Bereicherung fürs Turnier

Für einen erfrischenden Farbtupfer beim CfR-Traditionswettbewerb sorgte in diesem Jahr das Team von Turnierneuling „Namibia Legends“. Noch nie hatten die Fußballer vom afrikanischen Kontinent bislang unter einem Hallendach, geschweige denn mit Bande gespielt. Dafür schlugen sich die ehemaligen namibischen Nationalkicker um Kapitän Costa Khanieb aber nicht schlecht. In der Zwischenrunde war allerdings Endstation. Dieses Schicksal teilten aber auch andere, wesentlich höher gehandelte Mannschaften, wie etwa der Vorjahreszweite TV Hochdorf, der nach zwei Niederlagen aus dem Rennen war.

Heiko Faber mischt mit

Den FC Flehingen um den Kieselbronner Bürgermeister Heiko Faber, der Karlsruher und Sandhausener Ex-Profis für sein Team gewinnen konnte, hatten viele eigentlich im Finale erwartet. Diesen Plan zerstörte jedoch der FC 08 Birkenfeld mit Kapitän Bruno Martins, der beim 2:0-Sieg in diesem Schlüsselspiel gleich beide Treffer erzielte.

Im Halbfinale mussten sich die Birkenfelder anschließend dem CfR-Team glatt mit 0:3 beugen, zeigten im Spiel um Platz drei gegen das Senioren-Team des FC Bayern München mit Vincenzo Contento, dem Bruder von Ex-Bayern-Profi Diego Contento, aber eine weitere Glanzleistung. Nachdem Martins die Birkenfelder mit 1:0 in Führung gebracht hatte, erhöhte Toni Unteregger mit einem Doppelschlag auf 3:0. Das 3:1 von Florian Hartmann konterte Patrick Kaltenegger zum 4:1-Endstand. „Wir haben den Ball gut laufen lassen und neben dem FC Bayern auch Hertha BSC Berlin geschlagen – was will man mehr?“, bilanzierte Bruno Martins mit einem Augenzwinkern. Zudem wurde der Birkenfelder Carlo El-Achkar mit sechs Treffern bester Turniertorschütze.

In Sachen Spannung setzte das Turnierfinale zwischen Vorjahressieger CfR Pforzheim und Inker Zapresic aber noch einen drauf. Mit einem sehenswerten Heber über CfR-Torhüter Adnan Akyüz erzielte Mico Peranovic zwar das 1:0 für die Kroaten. Doch Michele Mugnos per Solo und Christian Klein, der das Leder flach im Eck versenkte, drehten den Spieß zum 2:1 für die Gastgeber um.

In der Folge ließ die Konzentration beim CfR aber etwas nach. Und das wurde vom nervenstarken Gegner prompt bestraft. Dem 2:2 durch Tomislav Ceraj ließ dessen Teamkollege Dario Senjug den entscheidenden Treffer zum 3:2 für Zapresic folgen. „Wir haben es durch unsere eigenen Fehler vergeigt“, ärgerte sich CfR-Torjäger Rainer Scharinger, der als kleines Trostpflaster aber immerhin ins Allstar-Team des Turniers gewählt wurde.

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