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Sebastian Hofmann jubelt im Trikot von Jahn Regensburg über einen Treffer gegen 1860 München. Jetzt geht er für den FC Nöttingen auf Torejagd.  Weigel
Sebastian Hofmann jubelt im Trikot von Jahn Regensburg über einen Treffer gegen 1860 München. Jetzt geht er für den FC Nöttingen auf Torejagd. Weigel
29.07.2013

Neubeginn für Ex-Profi Sebastian Hofmann beim FC Nöttingen

Wenn Sebastian Hofmann sagt, er suche sein Glück beim FC Nöttingen, dann ist das keine Floskel. Denn der Neuzugang des Fußball-Oberligisten hat schwere Zeiten hinter sich. „Zwei Seuchenjahre“, nennt der gebürtige Sinsheimer die vergangenen 24 Monate seiner Profikarriere.

Nach dem Wechsel vom FC Ingolstadt (2. Liga) zum SSV Jahn Regensburg (3. Liga) im Jahre 2011 stieg er mit den Oberpfälzern zwar in die 3. Liga auf. Sein Anteil an dem Erfolg war allerdings nicht so groß, weil ihm das Pech an den Füßen klebte. Erst riss das Syndesmoseband, dann brach er sich den Ellenbogen. In zwei Jahren Regensburg absolvierte er ganze elf Pflichtspiele. „Es war an der Zeit, einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen“, erzählt der neue Offensivmann des FC Nöttingen.

Nöttingens Manager Dirk Steidl ist dafür bekannt, dass er das Gras auf dem Transfermarkt wachsen hört. Also erfuhr er auch, dass Hofmann auf dem Markt ist. „Ein Anruf von Dirk Steidl, und dann ging alles recht schnell“, so Hofmann, der mit seiner Frau und zwei kleinen Kindern in Remseck bei Ludwigsburg lebt.

Natürlich fiebert auch Sebastian Hofmann, dessen Fußballer-Karriere bei der TSG Hoffenheim begann, dem DFB-Pokalspiel gegen Schalke 04 am kommenden Montag im Karlsruher Wildpark (18.30 Uhr, live auf Sky) entgegen. Er ist quasi Experte für Pokal-Sensationen. Am 2. Dezember 2003 war er dabei, als der damalige Regionalligist TSG Hoffenheim den Champions-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen mit 3:2 aus dem Wettbewerb kegelt. Auch wenn Pechvogel Hofmann wegen einer Grippe nicht auflaufen konnte, war er hautnah im Stadion und in der Kabine dabei.

Der Leistungs-Unterschied zwischen Nöttingen und Schalke im Jahre 2013 ist zwar deutlich größer, als jener zwischen Hoffenheim und Leverkusen zehn Jahre zuvor. Dennoch glaubt Hofmann an eine Chance für seine neue Mannschaft. „Es ist immer alles möglich. Ich will auf keinen Fall abgeschossen werden von den Schalkern“, sagt Hofmann. Als erfahrener Spieler sieht sich der 29-Jährige in der Pflicht, „Optimismus zu verbreiten. Wir dürfen uns nicht in die Hose machen. Wir müssen locker reingehen und dennoch sehr konzentriert sein. Dann ist alles möglich.“ Hofmann kennt das Wildparkstadion und hat daran gute Erinnerungen. Im vergangenen Jahr stieg er mit Regensburg in der Relegation gegen den KSC in die 2. Liga auf. Allerdings fehlte der Pechvogel auch in dieser wichtigen Partie wegen einer Verletzung.

Verletzt war Hofmann auch schon in Nöttingen. Im Training zog er sich eine Rippenprellung zu, ist aber jetzt wieder fit. Trainer Michael Wittwer erwartet von Hofmann, dass der als erfahrener Ex-Profi eine Führungsrolle auf dem Platz übernimmt. In der Offensive kann Sebastian Hofmann auf allen Positionen spielen. Ein Tor gegen Schalke wäre sein Traum. Einmal wieder verletzungsfrei durch eine Saison kommen sicher auch.