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Zu den Topspielern des TCW zählt Marko Lenz. Foto: Becker/PZ-Archiv
Zu den Topspielern des TCW zählt Marko Lenz. Foto: Becker/PZ-Archiv
13.07.2018

Neue Saison: Zweitligist TC Wolfsberg will sich wieder selbst übertreffen

Pforzheim. Eine komplette Saison an nur vier Wochenenden steht dem Tennis-Zweitligisten TC Wolfsberg bevor. Die Pforzheimer sind am ersten Spieltag am Sonntag noch nicht im Einsatz. Erster von acht Gegnern ist dann am Freitag, 20. Juli, um 13 Uhr auf heimischer Anlage der TC WB Würzburg.

Der dritte Platz, den der TCW im Vorjahr erreichte, ist in etwa wieder die Richtmarke. Einmal mehr gibt Team-Manager Thomas Hell kein konkretes Ziel aus. In diesem Jahr ist Hell sogar besonders zurückhaltend. „Unser Ziel ist es, die ersten zwei Spiele zu gewinnen, dann sehen wir weiter“, sagt er. Auswärts schlägt sein Team zunächst beim BASF TC Ludwigshafen auf, am Sonntag, 22. Juli, um 11 Uhr. Die Liga ist insgesamt wieder ziemlich stark. Da Hell den TC Wolfsberg in Verbíndung mit den Teams nennt, die etwas schwächer besetzt sind, gilt es dieses Mal erst recht, zu schaffen, was dem TCW schon über viele Jahre gelingt: Es geht darum, in der Praxis besser zu sein, als auf dem Papier.

Wie die Tabelle nach dem letzten Ballwechsel am Sonntag, 12. August, aussieht, ist schwer zu sagen, weil sich personell von Spieltag zu Spieltag viel tut. Hinzu kommt, dass einzelne Duelle somit vermutlich aber auch ganze Team-Vergleiche per Matchtiebreak entschieden werden. Das heißt, dass der Faktor Glück unter Umständen großes Gewicht bekommt.

Mit der Frage nach der Zielsetzung fürs Team tun sich Hells Schützlinge ebenfalls schwer. „In den letzten Jahren sind wir im oberen Drittel gewesen“, sagt Marko Lenz. „Wenn wir alle fit sind, sollte es in die gleiche Richtung gehen“, fügt Routinier Alexander Flock hinzu.

Beide spielen seit 2013 am Wolfsberg und gehören zum festen Stamm an deutschen Spielern. Gerade die vergangene Saison hat jedoch gezeigt, dass man mit den an jedem Spieltag erforderlichen sechs Mann auf keinen Fall auskommt, wenn man auch erfolgreich sein will. Verletzungspech ist eine der vielen Unwägbarkeiten. Im Wechsel sollen ausländische Spieler beziehungsweise Doppelspezialist Andre Begemann den TCW verstärken. In der Meldeliste an Positionen eins geführt ist Stefano Travaglia aus Italien. Die Nummer drei ist David Souto aus Spanien, die Nummer sechs Yanais Laurent aus Frankreich. Ein starker deutscher Neuzugang ist Dominik Köpfer. Der 24-jährige aus Furtwangen scheiterte in Wimbledon erst in der letzten Runde der Qualifikation und peilt nun schon die US Open in New York an.

Junges Duo stärker im Fokus

Auf einen Leistungssprung hofft Team-Manager Hell bei zweien, die nach und nach eine wichtigere Rolle einnehmen sollen. Luis Erlenbusch, die Nummer 10 des TCW-Teams, und Tim Rühl als interne Nummer 12, stehen in der deutschen Rangliste um Position 100, sind beide in den USA am College und somit jung, wie auch hungrig. Ein Wiedersehen könnte es mit dem Spanier Pere Riba geben, der Nummer zwei im Kader des Aufsteigers TVH Rüsselsheim. Auch Ricardo Bellotti, ein Wiener mit österreichischem Pass, war früher beim TCW. Nun ergänzt er den Kader des TSV 1860 Rosenheim, den man als österreichisch oder sogar äußerst international geprägt bezeichnen könnte.

Aus der Alpenrepublik kommt auch Sebastian Ofner, gut bekannt mit dem Österreichs French-Open-Finalisten Dominic Thiem. Ofner spielt für den TC Großhesselohe, der am Sonntag, 29. Juli, am Wolfsberg zu Gast ist. Spitzenspieler dieses Teams ist Florian Mayer, der erst recht eine Attraktion fürs Pforzheimer Publikum wäre. Der inzwischen 34-jährige Franke hat zwei ATP-Turniere gewonnen, unter anderem 2016 im Finale des Rasenturniers in Halle die große deutsche Hoffnung Alexander Zverev besiegt.

„Ich würde mich freuen, wenn Florian Mayer kommt“, sagt Hell. Nicht nur wegen dieses Spielers räümt der TCW-Manager Großhesselohe die besten Chancen ein. Ebenso schätzt Hell die Rosenheimer stark ein, aber auch Würzburg und Ludwigshafen, die ersten beiden Gegner.